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    Zürcher Forschende entwickeln gesündere Schokolade

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Schweizer Wissenschaftler haben eine nährstoffreichere und nachhaltigere Schokolade entwickelt.

    Schokolade
    Die Preisaufschläge für Kakao schreckten die Kunden teils von Bestellungen ab. (Symbolbild) - depositphotos

    Schokolade aus dem Forschungslabor: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der ETH Zürich haben eine neue Art Schokolade entwickelt, die nachhaltiger und nährstoffreicher ist als herkömmliche Schokolade, wie eine am Dienstag erschienene Studie zeigt.

    Die Forschenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETH Zürich) ersetzten für ihre Schokolade Kristallzucker mit Teilen der Kakaofrucht, die in herkömmlicher Schokolade nicht verwendet werden. Die neue Rezeptur stellten sie in einer Studie in der Fachzeitschrift «Nature Food» vor.

    Neben den Kakaobohnen finden sich auch das Fruchtfleisch und Teile der Fruchtschale in der Schokolade, wie die Hochschule in einer Mitteilung zur Studie schreibt. Die Forschenden verarbeiteten die Schale der Kakaobohnen zu einem Pulver, das sie mit dem Fruchtfleisch, der sogenannten Pulpe, zu einem Gelee mischten. Mit diesem extrem süssen Gelee ersetzten die Forschenden den Zucker, der normalerweise beigemischt wird.

    So enthält die Laborschokolade mehr Ballaststoffe und weniger gesättigte Fettsäuren als normale Schokolade, wie die Forschenden in der Studie zeigen konnten. Das macht sie gesünder. Zudem könnten auch Kleinbauern profitieren, so die ETH. Sie könnten ihre Produktepalette diversifizieren und ihr Einkommen erhöhen, indem sie weitere Teile der Kakaofrucht verwerteten.

    Die Herausforderung: Die perfekte Rezeptur

    Die perfekte Rezeptur für die Kakaofruchtschokolade zu finden, war laut der ETH für die Forschenden nicht einfach. Denn zu viel des aus der Pulpe gewonnenen Fruchtsafts lässt die Schokolade verklumpen, zu wenig davon macht sie nicht genügend süss. Im Labor mussten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daher systematisch die Konsistenz der verschiedenen Zusammensetzungen durchprobieren.

    Bei den Experimenten zeigte sich: Man kann einer Schokolade maximal 20 Prozent Gelee beifügen, was von der Süsskraft einer Schokolade mit etwa 5 bis 10 Prozent Kristallzucker entspricht. Zum Vergleich: Einer herkömmlichen Zartbitterschokolade werden schnell 30 bis 40 Prozent Kristallzucker beigesetzt.

    Bis die Schokolade in Läden gekauft werden kann, wird es allerdings noch dauern. Zuerst müsse die gesamte Wertschöpfungskette vervollständigt werden, erklärte die ETH. Ein erster Schritt ist aber getan: Die Rezeptur für die Kakaofruchtschokolade wurde von der ETH als Patent angemeldet.

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    Kommentare

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