Zuger Glasgemälde in England: Kanton unterstützt Forschungsprojekt

In einer Pfarrkirche einer kleinen Ortschaft östlich von Manchester befinden sich rund 150 in Zug entstandene Glasgemälde. Der Kanton unterstützt mit 65'000 Franken ein Forschungsprojekt, das diese Werke des 16. bis 18. Jahrhunderts erstmals umfassend dokumentiert.

Der Zuger Regierungsrat hat entschieden, ein Forschungsprojekt zu Zuger Glasgemälden in einer Kirche in England mit 65'000 Franken aus dem Lotteriefonds zu unterstützen.
Der Zuger Regierungsrat hat entschieden, ein Forschungsprojekt zu Zuger Glasgemälden in einer Kirche in England mit 65'000 Franken aus dem Lotteriefonds zu unterstützen. - KEYSTONE/URS FLUEELER

Die Gelder entnimmt der Regierungsrat aus dem Lotteriefonds, wie aus seiner Mitteilung vom Mittwoch hervorgeht. Das Projekt sei von «hoher kulturhistorischer Relevanz», hiess es. Es sieht die Erschliessung und digitale Publikation der Glasgemälde der Kirche von Saint Michael and Our Lady in Wragby, West Yorkshire, vor.

Die Zuger Paneele sind Teil eines Bestands von rund 500, die im 18. Jahrhundert in der Kirche angebracht wurden, wie es auf der Website des Projekts heisst. Sie stammen, bis auf wenige Ausnahmen, aus der Schweiz und zeigen heraldische Motive, darunter Kantonswappen.

Die wissenschaftlichen Arbeiten führen die Forschungszentren für Glasmalerei und Glaskunst Corpus Vitrearum Switzerland und Corpus Vitrearum Grossbritannien gemeinsam durch. Das Projekt soll bis 2028 laufen.

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