ZHAW: Weniger Treibhausgasemissionen lohnen sich wirtschaftlich

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Klimaschutz lohnt sich auch für die Wirtschaft, wie eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigt. Wenn die Schweiz beim Ersatz von veralteten Anlagen in erneuerbare Lösungen investiert, könnte sie im Jahr 2030 fast eine Milliarde Franken sparen.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Grund dafür sind die tieferen Betriebs- und Unterhaltskosten der Technologien.

    Somit werde die zusätzliche Investition amortisiert, teilten am Sonntag die Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (AEE Suisse) und der WWF Schweiz mit, welche die Studie begleitet haben.

    Die grössten Einsparungen sind in den Sektoren Verkehr und Gebäudeheizungen möglich. Würde die Schweiz zum Beispiel den Umstieg auf Elektroautos und den Ersatz der Öl- und Gasheizungen mit Wärmepumpen fördern, würde sie allein im Jahr 2030 Kosten in der Höhe von 1650 Millionen Franken sparen. Auch der Ersatz von Kohle bei der Zementproduktion und der Bau von Photovoltaikanlagen würden sich volkswirtschaftlich lohnen.

    Insgesamt würde die Umsetzung aller untersuchten Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen zu Netto-Kosteneinsparungen von 980 Millionen Franken im Jahr 2030 führen. Die Einsparung ist vor allem von den zukünftigen Preisen für Strom, Treib-und Brennstoffe abhängig. Nicht einberechnet wurden die Klimafolgekosten. Zudem würden durch diese Massnahmen die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 13,6 Millionen Tonnen gesenkt.

    Weiter wurde untersucht, wie viel Treibhausgase sich mit Verhaltensänderungen reduzieren lässt. So könnte etwa mit einer kleineren beheizten Wohnfläche pro Person oder einer tieferen Raumtemperatur im Winter der Ausstoss um 5,3 Millionen Tonnen Treibhausgase verringert werden.

    AEE Suisse und WWF Schweiz ziehen aus der Studie den Schluss, dass die Klimaschutzmassnahmen so rasch wie möglich umgesetzt werden müssen. Je früher desto grössere seien die Kosteneinsparung und die Treibhausgasreduktion.

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