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    Studie: Tausende Salmonellen-Fälle durch Rückruf verhindert

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    Schweden,

    Gefahr im Ei: Vor einem Jahr wurden etliche Ferrero-Produkte zurückgerufen, der Verdacht: Salmonellen. Eine Studie belegt, dass dies Schlimmeres verhinderte.

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    Ferrero musste durch den Rückruf von Kinder-Produkten Millionen hinnehmen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ferrero musste vor einem Jahr viele seiner Produkte wegen Salmonellen-Gefahr zurückrufen.
    • In 130 Ländern wurden Warnungen ausgesprochen.
    • Das koordinierte Vorgehen hat etliche Salmonellen-Fälle verhindert, so eine Studie.

    Eine schnelle Nachverfolgung und behördliche Warnungen haben einer aktuellen Analyse zufolge im vergangenen Jahr einen weltweiten Salmonellen-Ausbruch verhindert.

    «Ohne ein klares und koordiniertes Vorgehen in ganz Europa und darüber hinaus wären möglicherweise Tausende von Kindern mehr erkrankt und möglicherweise viele gestorben», sagte die Seuchenexpertin Johanna Takkinen von der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC mit Sitz in Stockholm einer Mitteilung zufolge. Auf einer internationalen Tagung mit Gesundheitsexperten sollte der Ausbruch in dieser Woche aufgearbeitet und daraus gelernt werden.

    Im vergangenen Frühjahr waren in mehreren Ländern – darunter auch in der Schweiz – Überraschungseier und andere Ferrero-Produkte zurückgerufen worden, nachdem man eine Häufung von Salmonellen-Fällen festgestellt hatte. Grossbritannien war mit 128 Fällen ein Hotspot. Als Ursache stellten sich Verunreinigungen in einer belgischen Schokoladenfabrik heraus.

    Warnungen in 130 Ländern

    «Vorläufige Befragungen der ersten Fälle deuteten auf Kinder-Schokoladenprodukte als möglichen Träger der Infektion hin», erinnerte sich Takkinen der Mitteilung zufolge. Mehrere Länder hätten daraufhin eine steigende Anzahl von Fällen gemeldet, die mit denen des Ausbruchs im Vereinigten Königreich identisch gewesen seien.

    Durch eine schnelle internationale Koordinierung und den Abgleich von Proben und Daten sei es möglich gewesen, die belgische Schokoladenfabrik als Ursprungsort der Salmonellen zu bestimmen. Daraufhin seien in 130 Ländern Warnungen ausgesprochen worden.

    Ferrero
    Ferrero hat wegen Salmonellen zahlreiche seiner «Kinder»-Schokolade-Produkte zurückgerufen. (Archivbild) - keystone

    Nur durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Mikrobiologen, Epidemiologen und Lebensmittelsicherheitsexperten sei es gelungen, einen «weltweiten Ausbruch» zu verhindern, so Takkinen. Auch die enge Überwachung in Grossbritannien habe Schlimmeres verhindert.

    Im September 2022 hatte Ferrero die endgültige Genehmigung erhalten, die betroffene Fabrik im belgischen Arlon geöffnet zu lassen. Im Juni war dies bereits vorübergehend und unter Auflagen geschehen.

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