Studie

    Studie: Evolution hilft Nutzpflanzen bei Hitzestress

    Keystone-SDA
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    Fribourg,

    Extremhitze bedroht die Erträge von Weizen, Kartoffeln und Raps. Ein Forschungsteam der Universität Freiburg hat nun grundlegende Erkenntnisse darüber veröffentlicht, wie sich das genetische Potenzial dieser Pflanzen für die Landwirtschaft der Zukunft nutzen lässt.

    Kartoffelfeld
    Ein ausgetrocknetes Kartoffelfeld. - keystone

    Im Zentrum der neuen Studie steht die Genomverdopplung – ein Phänomen, das bei den meisten unserer Nutzpflanzen natürlich vorkommt, wie die Universität Freiburg am Mittwoch mitteilte.

    In der Forschung galt lange die Annahme, dass eine Verdopplung des Erbguts einer Pflanze unmittelbare evolutionäre Vorteile verleiht. Bisher ging man davon aus, dass vervielfachte Gene die Widerstandsfähigkeit gegen klimatische Umbrüche direkt steigern. Die Freiburger Forschenden widerlegten diesen Mythos anhand des Glatten Brillenschötchens (Biscutella laevigata), einer alpinen Modellpflanze. Diese kommt in der Natur in zwei Formen vor: einmal mit einfachem Erbgut und einmal mit einer verdoppelten Variante, die sich bereits vor Tausenden von Generationen gebildet hat.

    Die Pflanzen wurden über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten entweder normalen Alltagstemperaturen (20 Grad Celsius) oder Stressbedingungen (über 40 Grad) ausgesetzt.

    Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift «Pnas» veröffentlicht wurden, zeigen, dass die künstliche Genomverdopplung keineswegs sofort zu mehr Leistung führt. Im Gegenteil: Die synthetisch verdoppelten Pflanzen wuchsen langsamer und schnitten unabhängig von der Temperatur schlechter ab als die Ausgangsform.

    Erst der lange Evolutionsprozess verwandelte diesen Nachteil in einen Vorteil. Jene Pflanzen, bei denen sich das Erbgut bereits vor Tausenden von Generationen natürlich verdoppelt hatte, zeigten unter Hitze eine deutlich bessere Leistungsfähigkeit.

    Diese Erkenntnisse könnten laut der Universität «konkrete Auswirkungen auf die Landwirtschaft» haben. Da die meisten unserer Nutzpflanzen ein verdoppeltes Genom besitzen, haben sie demnach wahrscheinlich das Potenzial, sich an die Klimabedingungen der Zukunft anzupassen.

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    Kommentare

    User #6187 (nicht angemeldet)

    Nachgewiesen ist, dass Bauern, die ihr eigenes Saatgut verwenden, bessere Erträge haben. Weil sich die Kulturpflanzen immer besser an das Mikroklima anpassen, sind sie viel resistenter. Doch leider wollen die Agrarkonzerne natürlich ihr Produkt verkaufen. Und diese Sorten sind auf Pestozide

    User #3891 (nicht angemeldet)

    nur weiter wie bisher, gewisse species müssen ja nicht unbedingt überleben

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