Neue Weltraum-Mission mit Schweizer Beteiligung erhält grünes Licht
Die Europäische Weltraumagentur ESA gibt grünes Licht für die Weltraummission Arrakihs. Ab 2030 soll das neue Weltraumteleskop unsichtbare Hüllen von Galaxien untersuchen und so die kosmische Geschichte entschlüsseln. Daran beteiligt ist auch die Schweiz.

Mit dem Beschluss der ESA tritt die Mission in ihre Bauphase ein, wie das Arrakihs-Missionskonsortium am Donnerstag mitteilte.
Arrakihs soll das schwache Licht der sogenannten Halos untersuchen. Das sind kugelförmige Regionen, die Galaxien umgeben und hauptsächlich aus unsichtbarer dunkler Materie bestehen. In diesen Halos finden sich Spuren, wie eine Galaxie entstanden ist und sich entwickelt hat.
Die Mission plant, die Überreste kleinerer Galaxien zu kartieren, die durch Schwerkraft auseinandergerissen wurden. Insgesamt sollen mindestens 80 Galaxien untersucht werden, die eine ähnliche Masse wie die Milchstrasse haben.
Viele dieser Strukturen seien extrem lichtschwach und mit bestehenden Instrumenten nur schwer systematisch zu untersuchen. So wurde die wissenschaftliche Leiterin der Mission, Rebekka Coles-Bieri von der Universität Zürich, in der Mitteilung des Missionskonsortiums zitiert.
Die Mission Arrakihs ist eine internationale Zusammenarbeit. Das Konsortium unter der Leitung Spaniens umfasst über 250 Forscherinnen und Ingenieure aus sieben ESA-Mitgliedsstaaten, darunter die Schweiz.
Neben der Universität Zürich sind aus der Schweiz auch die Eidgenössische Technische Hochschule in Lausanne (EPFL), die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), die Hochschule Luzern (HSLU) und das Unternehmen Koegl Space an der Mission beteiligt.






