Nationalfonds beantragt 5,4 Milliarden Franken für Forschung
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat beim Bund 5,4 Milliarden Franken für die Jahre 2029 bis 2032 beantragt. Mit dem Geld soll die Schweiz in Sachen Forschung nicht abgehängt werden, verspricht sich der Forschungsförderer.

Die beantragten 5,4 Milliarden Franken entsprechen einem jährlichen Budgetwachstum von 3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2028, wie der SNF am Mittwoch mitteilte. Diese Investitionen seien notwendig, um die internationale Spitzenposition der Schweiz in Forschung und Innovation zu halten.
Wegen des Entlastungspakets 27 des Bundes bleibe die jährliche Wachstumsrate zwischen 2024 und 2032 «begrenzt» und betrage im Durchschnitt 1,6 Prozent. Mit den zusätzlichen Mitteln wolle der SNF besonders Investitionen in Forschungsinfrastrukturen und die internationale Zusammenarbeit ausbauen.
«Eine starke Forschung ist entscheidend, damit unser Land Krisen bewältigt und die Wirtschaft wettbewerbsfähig bleibt», liess sich Torsten Schwede, Präsident des SNF-Forschungsrats, in der Mitteilung zitieren. In den letzten Jahren sei die Schweiz von anderen Ländern überholt worden, die ihre Ausgaben für die Wissenschaft systematisch gesteigert hätten.
Über 80 Prozent der Mittel fliessen gemäss SNF weiterhin in bewährte, thematisch offene Förderinstrumente. Aktuell finanziere der SNF über 6000 Projekte mit rund 24'000 Forschenden.
Für die neue Förderperiode 2029-2032 setzt der SNF zusätzlich drei Schwerpunkte. Erstens wolle man Synergien in der Forschungslandschaft stärken. Dies solle durch die gemeinsame Nutzung von teuren Infrastrukturen wie Testanlagen oder Datenplattformen geschehen. Zudem würden Partnerschaften ausgebaut.
Zweitens will der SNF die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Dazu solle die explorative Forschung gefördert und unkonventionellen Ideen mehr Raum gegeben werden.
Drittens solle die Resilienz von Forschung und Gesellschaft gestärkt werden. Der SNF will dafür den Austausch mit Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit fördern und neue Entwicklungen wie technologische Umbrüche früh erkennen. Dazu gehöre auch ein verantwortungsvoller Umgang mit künstlicher Intelligenz in der Forschung.










