MDMA: Wirkstoff von Partydroge Ecstasy hilft gegen PTBS

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    USA,

    MDMA wurde in einer Studie in den USA zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen eingesetzt. Und das mit Erfolg.

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    Sichergestelltes Ecstasy ist auf einer Pressekonferenz des Bundeskriminalamtes (BKA). - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • In den USA wurden in einer Studie mehrere PTBS-Patienten mit MDMA behandelt.
    • Die Studie zeigte bei 71,2 Prozent der Teilnehmer Erfolg.
    • Trotzdem bleibt Ecstasy weiterhin kein zugelassenes Arzneimittel.

    Der Ecstasy-Wirkstoff MDMA wirkt bei der Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen. Eine am Donnerstag im Fachblatt «Nature Medicine» veröffentlichte Zulassungsstudie aus den USA bestätigt den Therapieerfolg.

    MDMA zeigt Erfolg bei PTBS-Therapie

    Von den Patienten mit einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), die eine MDMA-unterstützte Therapie erhielten, erfüllten nach der Studie 71,2 Prozent nicht mehr die diagnostischen Kriterien. Bei den Personen, die ein Placebo erhielten, waren es nur 47,6 Prozent. Die MDMA-unterstütze Therapie wurde dabei gut vertragen, wie die Forschenden aus den USA in der Studie schrieben. Todesfälle oder schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden demnach nicht festgestellt.

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    Ecstasy-Tabletten enthalten den Wirkstoff MDMA. - Oliver Berg/dpa

    Diese Ergebnisse, die auch Personen einschliesst, die in klinischen Studien häufig unterrepräsentiert sind, bestätigen und erweitern die Ergebnisse einer früheren Phase-3-Studie. «Damit liegen potenziell genügend Daten von Patienten für eine Zulassung vor», sagte Liechti. Es sei jedoch auch möglich, dass für eine Zulassung noch weitere Untersuchungen verlangt würden.

    Schweiz als Pionierin

    In der Schweiz wird MDMA in der Psychotherapie mit Ausnahmebewilligungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) bereits eingesetzt. Seit 2015 können Ärzte beim BAG einen Antrag für die Verwendung von MDMA für medizinische Zwecke stellen. Allerdings müssen strenge Voraussetzungen erfüllt sein. So wird die Verwendung nur erlaubt, wenn herkömmliche Behandlungsmethoden ohne Erfolg versucht worden sind.

    Die Schweiz war mit dieser Ausnahmebewilligung laut Liechti international lange allein. Seit wenigen Monaten darf auch in Australien MDMA zur Behandlung von PTBS verwendet werden. Allerdings wird auch dort die Anwendung stark reguliert. Bisher ist laut Liechti in Australien noch kein einziger Patient mit MDMA behandelt worden.

    Kein Ecstasy in Apotheken

    Trotzdem würde eine Zulassung gemäss Liechti auch hierzulande etwas verändern. Als nicht zugelassenes Arzneimittel müsse eine Behandlung mit MDMA nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Eine solche Therapie kann also ohne Zulassung für Patienten teuer werden. Denn nach der Einnahme der Substanz müssen die Patienten während mehrerer Stunden von einer Begleitperson betreut werden.

    Aber auch mit einer Zulassung werde man Ecstasy künftig nicht in Apotheken kaufen können, sagte Liechti. «Ähnlich wie bei Narkosemitteln, auch diese kann man nicht einfach mit einem Rezept in der Apotheke abholen.»

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