KI-Hirnschrittmacher hilft Parkinson-Patienten beim Gehen

    Keystone-SDA
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    Lausanne,

    Ein neuer Hirnschrittmacher könnte Menschen mit Parkinson zu mehr Mobilität verhelfen. Das in Lausanne entwickelte System erkennt mithilfe Künstlicher Intelligenz die aktuelle Aktivität der Patienten und passt die Hirnstimulation automatisch an.

    Ein neu entwickelter Hirnschrittmacher soll die Mobilität von Parkinson-Betroffenen verbessern. (Symbolbild)
    Ein neu entwickelter Hirnschrittmacher soll die Mobilität von Parkinson-Betroffenen verbessern. (Symbolbild) - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

    Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und des Universitätsspitals Lausanne (Chuv) stellten die Entwicklung am Montag im Fachblatt «Nature Medicine» vor.

    Die Tiefe Hirnstimulation gilt seit Jahren als bewährte Behandlung bei fortgeschrittener Parkinson-Krankheit. Sie lindert häufig Symptome wie Zittern oder Muskelsteifheit. Gegen Gangstörungen, die viele Betroffene besonders stark einschränken, wirkt sie jedoch oft nur begrenzt, wie die Hochschulen in einer Mitteilung erklärten.

    Genau hier setzt die neue Technologie an. Ein KI-System wertet die Hirnsignale der Patientinnen und Patienten in Echtzeit aus und erkennt, ob eine Person gerade sitzt, steht oder geht. Basierend auf dieser Erkennung reguliert das System die Intensität der elektrischen Impulse.

    Für die Studie untersuchten die Forschenden 35 Parkinson-Patientinnen und -Patienten, denen Elektroden in den sogenannten Nucleus subthalamicus implantiert worden waren. Diese tiefe Hirnregion ist ein wichtiger Zielort der Tiefen Hirnstimulation.

    Nach Angaben der Forschenden verbesserte die adaptive Stimulation die Mobilität der Teilnehmenden deutlich. «Früher konnte ich kaum gehen, weil sich meine Beine schwer anfühlten oder sich manchmal unkontrolliert bewegten. Jetzt, da sich die Stimulation an meine Aktivität anpasst, kann ich besser und über längere Strecken gehen», wird ein Studienteilnehmer in der Mitteilung zitiert.

    Die Forschenden sehen in den Ergebnissen einen wichtigen Machbarkeitsnachweis. Bevor die Technologie im klinischen Alltag eingesetzt werden kann, muss sie jedoch in grösseren Studien und über längere Zeiträume getestet werden.

    Das Forschungsteam plant deshalb weitere Untersuchungen mit mehr Patientinnen und Patienten, um die langfristige Wirksamkeit der Therapie zu prüfen.

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    Kommentare

    User #4832 (nicht angemeldet)

    Hirnschrittmacher…..meint man jetzt damit einen Neurolink-Hirnchip damit?

    User #4610 (nicht angemeldet)

    Die Suche nach der Ursache von Parkinson Erkrankung wäre noch besser🌞 z.B. in Richtung Epstein-Barr-Virus?!

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