Inselspital-Chefarzt Andreas Raabe erhält Preis für sein Lebenswerk
Andreas Raabe, der langjährige Direktor und Chefarzt der Neurochirurgischen Universitätsklinik am Inselspital Bern, ist für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Die European Association of Neurosurgical Societies (EANS) verlieh ihm in Hamburg den Lifetime Achievement Award.

Das teilte das Inselspital am Freitag mit. Die Auszeichnung wird nur einmal jährlich in Europa vergeben. Raabe wurde für zwei Erfindungen geehrt, die Hirnoperationen weltweit sicherer machen: die mikroskopintegrierte ICG-Videoangiographie und das kontinuierliche dynamische Mapping.
Die ICG-Videoangiographie nutzt einen fluoreszierenden Farbstoff, um den Blutfluss während einer Operation sichtbar zu machen. Chirurgen können damit unmittelbar überprüfen, ob eine Gefässaussackung (Aneurysma) vollständig verschlossen ist und die umliegenden Blutgefässe weiterhin durchgängig sind.
Beim kontinuierlichen dynamischen Mapping dient ein chirurgisches Instrument zugleich als elektrische Suchsonde. Nähert sich das Instrument Nervenbahnen, die für Bewegungen verantwortlich sind, ertönt ein Warnsignal. Das Verfahren hilft, Hirntumore möglichst vollständig zu entfernen und das Risiko bleibender Lähmungen zu verringern.






