Extrem heller Galaxienkern in acht Milliarden Lichtjahren entdeckt
Forschende haben einen extrem hellen aktiven Galaxienkern in rund acht Milliarden Lichtjahren Entfernung von der Erde entdeckt. Nie zuvor wurde ein solches Objekt, ein sogenannter Blazar, in so grosser Entfernung beobachtet. Beteiligt war auch die Universität Genf.

Vom Blazar OP 313 ausgehende energiereiche Gammastrahlung konnte mit Teleskopen auf der Kanareninsel La Palma nachgewiesen werden, wie die Universität Genf am Dienstag mitteilte.
Blazare gehören zu den hellsten und energiereichsten Objekten des Universums. Im Zentrum sitzt ein supermassereiches Schwarzes Loch. Dieses zieht Materie an und schleudert einen Teil davon in einem gebündelten Strahl mit nahezu Lichtgeschwindigkeit ins All. Dabei entsteht unter anderem sehr energiereiche Gammastrahlung.
Ein Teil dieser Strahlung von OP 313 hat nun nach einer Reise von rund acht Milliarden Jahren die Erde erreicht.
Ein Nachweis solcher Gammastrahlung ist laut der Universität Genf äusserst schwierig: Auf ihrem langen Weg durch das Universum trifft die Gammastrahlung auf Licht, das von Sternen und anderen kosmischen Objekten stammt. Dabei wird ein Teil der Gammastrahlung in andere Teilchen umgewandelt und das Signal abgeschwächt.
Die Forschenden konnten anhand der Strahlung nun unter anderem Rückschlüsse auf die Dichte dieser Hintergrundstrahlung und auf die Prozesse im Innern des Blazars ziehen. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass besonders energiereiche Elektronen für die Gammastrahlung verantwortlich sind. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift «Astronomy & Astrophysics» veröffentlicht.






