Bund spricht Geld für Herkunftsforschung von Kulturgütern

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    Bern,

    Der Bund hat Forschung zur Herkunft von Kulturgütern aus kolonialen und archäologischen Kontexten sowie aus dem Bereich NS-Raubkunst mit knapp zwei Millionen Franken unterstützt. Damit sollen Institutionen neue Erkenntnisse zur Herkunft ihrer Bestände erhalten.

    Rund 80 ägyptische Kulturgüter hat die Schweiz seit 2011 bereits zurückgegeben. Mit einer Unterschrift besiegelten Bundesrätin Baume-Schneider und der ägyptische Botschafter Mitte ...
    Rund 80 ägyptische Kulturgüter hat die Schweiz seit 2011 bereits zurückgegeben. Mit einer Unterschrift besiegelten Bundesrätin Baume-Schneider und der ägyptische Botschafter Mitte ... - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

    Die Unterstützung der 26 Vorhaben von 2027 bis 2028 erfolgte im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung, wie das Bundesamt für Kultur (BAK) am Dienstag mitteilte. Insgesamt waren 30 Gesuche bei der Behörde eingegangen. Mit der öffentlichen Ausschreibung sollten auch Institutionen angesprochen werden, die bislang wenig Erfahrung mit der Herkunftsforschung haben.

    Neben vertieften Einzeluntersuchungen fördert der Bund auch Projekte, die systematische Grundlagen schaffen. Dazu gehört die Erschliessung und Digitalisierung von Archiven, um sie für die Forschung zugänglich zu machen. Andere Projekte führen systematische Erstabklärungen ganzer Bestände durch.

    Schwerpunkt auf koloniale Kontexte

    Ein Schwerpunkt der geförderten Projekte liegt laut der Mitteilung auf der Aufarbeitung von Beständen aus kolonialen Kontexten. So sollen Grundlagen für weiterführende Abklärungen und mögliche Dialoge über Rückgaben geschaffen werden. Mehrere Vorhaben werden in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen und Herkunftsgemeinschaften durchgeführt.

    Das Naturhistorische Museum Basel etwa untersucht die Provenienz von 189 indonesischen menschlichen Überresten gemeinsam mit einer indonesischen Universität. Ein Verbundprojekt von neun Schweizer Museen, darunter das Museum der Kulturen Basel und das Bernische Historische Museum, erforscht über 6300 Artefakte aus Kamerun.

    Ein weiterer zentraler Bereich ist die Forschung zu NS-Raubkunst, wie das BAK schrieb. An mehreren Kunstmuseen werden Projekte zu Werken mit unklaren Provenienzen während der NS-Zeit durchgeführt. Am Kunstmuseum Basel beispielsweise wird die Herkunft von 336 Zeichnungen aus den Jahren 1933 und 1945 mit potenziell problematischer Herkunft vertieft untersucht.

    Die Förderung ist Teil der Kulturbotschaft 2025-2028 und stützt sich auf das Kulturförderungsgesetz.

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    Kommentare

    User #2408 (nicht angemeldet)

    Schon zu sehen, für was für tolle Dinge ihr unsere/meine hart verdienten Franken ausgeben wollt.

    User #4730 (nicht angemeldet)

    Für sowas ist immer Geld vorhanden(:

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