Alles wird teurer, nicht nur Energie, und nicht nur in Deutschland, sondern im ganzen Euroraum. Es ist die höchste Inflationsrate seit Einführung des Euro.
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Vor allem Tankstellenkunden dürften zu den Mehreinnahmen beitragen. Foto: Peter Kneffel/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Inflationsrate im Euroraum ist Ende 2021 auf einen weiteren Rekordwert gestiegen.
  • Besonders die Preise für Energie sind enorm gestiegen.
  • Die Teuerung sollte im Verlauf des nächsten Jahres wieder runter gehen.

Die Verbraucherpreise lagen im Dezember um 5,0 Prozent über dem Niveau vom Vorjahr. Das zeigt das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer ersten Schätzung auf.

Es ist die höchste Inflationsrate seit der Einführung des Euro. Im Vormonat hatte die Teuerungsrate bei 4,9 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Dezember um 0,4 Prozent.

Inflationsziel von Zentralbank überschritten

Die Teuerung in den Ländern mit der gemeinsamen Währung wurde einmal mehr getrieben. Einen extrem starken Anstieg der Preise für Energie, die sich zum Vorjahresmonat um 26 Prozent verteuerte. Lebens- und Genussmittel waren im Dezember 3,2 Prozent teurer als vor einem Jahr.

Ohne Energie, Lebens- und Genussmittel stieg das Preisniveau im Dezember um 2,6 Prozent. Diese sogenannte Kernrate wird von vielen Ökonomen als verlässliches Mass für den Inflationstrend angesehen.

Das mittelfristige Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent wird deutlich überschritten. Eine Zinserhöhung ist aber weiter nicht in Sicht. Die EZB sieht die Inflation vor allem durch Sonderfaktoren getrieben. Man rechnet im Verlauf des Jahres mit einem Rückgang der Inflationsrate.

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