Inflation

    Wegen Inflation: Frankreich-Streiks weiten sich auf Bahnen aus

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    In Frankreich wird seit drei Wochen in Raffinerien gestreikt. Jetzt haben sich die Proteste auch auf die Eisenbahn und Elektrizitätswerke ausgeweitet.

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    Ständig auf den Barrikaden: Französische Gewerkschaften mobilisieren gegen die Rentenreform der Regierung Emmanuel Macron. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Frankreich wird seit drei Wochen in Raffinerien gestreikt.
    • Auch Gymnasien, Berufsschulen, ein AKW und ein Elektrizitätswerk waren betroffen.
    • Die Streikenden fordern unter anderem höhere Gehälter angesichts der Inflation.

    Seit etwa drei Wochen dauern die Streiks an französischen Raffinerien an. Am Dienstag haben sie sich auf die Eisenbahn, den Pariser Nahverkehr und weitere Branchen ausgeweitet. Auch Gymnasien, Berufsschulen, ein Atomkraftwerk und ein Elektrizitätswerk waren betroffen. Die Streikenden fordern unter anderem höhere Gehälter angesichts der Inflation.

    Im ganzen Land waren etwa 150 Protestveranstaltungen geplant. In Paris sollte am Nachmittag ein Demonstrationszug beginnen. Mehrere Gewerkschaften und linke Oppositionspolitiker hatten zu den Protesten gegen hohe Preise und die geplante Rentenreform aufgerufen.

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    Aufruf, Frankreich am 10. September zu blockieren, erhält wachsende Unterstützung. (Archivbild) - dpa

    Bei der Bahn fielen in erster Linie Regionalzüge aus. In Paris waren vor allem Busse und einige der Vorortszüge betroffen. Viele, die von zu Hause arbeiten können, verzichteten am Dienstag auf die Fahrt an den Arbeitsplatz.

    Frankreich: Streik an Raffinerien hält weiter an

    Die Gewerkschaften liessen zunächst offen, ob sie den Streik verlängern wollten. «Das entscheiden die Beschäftigten», sagte CGT-Gewerkschaftsführer Philippe Martinez. Viele Franzosen sorgen sich angesichts der am Freitag beginnenden Schulferien um ihre geplanten Reisen.

    Unterdessen hält auch der Streik an vier Raffinerien von Total Energies und mehreren Treibstofflagern weiter an. Regierungssprecher Olivier Véran sagte, dass die Regierung weiterhin Personal zum Dienst verpflichten wolle. Die Gewerkschaft CGT wollte am Dienstagabend über eine Verlängerung des Streiks beraten.

    Bereits am Sonntag hatte es in Paris eine Demonstration gegen hohe Preise und «Klima-Passivität» gegeben. An dieser hatten sich etwa 30'000 Menschen beteiligt. Das linke Oppositionsbündnis Nupes hofft auf Druck von der Strasse auf die Regierung von Präsident Emmanuel Macron. Dieser will das Renteneintrittsalter von 62 auf 65 Jahre heraufsetzen.

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