Wartung von Nord Stream 1 läuft an: Abschaltung hat begonnen

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    Deutschland,

    Ob Russland den Gashahn nach Abschluss der Wartung wieder aufdreht, stellt unter anderem Robert Habeck infrage. Offiziell soll der Stopp zehn Tage dauern.

    Die Gasempfangsstation der Ostseepipeline Nord Stream 1 im mecklenburgischen Lubmin.
    Die Gasempfangsstation der Ostseepipeline Nord Stream 1 im mecklenburgischen Lubmin. - Jens Büttner/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Pipeline Nord Stream 1 wird gewartet.
    • Deshalb muss sie vorübergehend abgeschaltet werden.
    • Ob Russland danach wieder liefert, wird bezweifelt.

    Am Morgen hat die schrittweise Abschaltung der zuletzt wichtigsten Verbindung für russisches Erdgas nach Deutschland begonnen. Seit 6.00 Uhr werde der Gasfluss für die langfristig angekündigten Wartungsarbeiten heruntergefahren, sagte ein Sprecher der Nord Stream AG der Deutschen Presse-Agentur.

    Bis der tatsächliche Fluss komplett auf Null stehe, werde es noch einige Stunden dauern. Für den Markt seien bereits keine Lieferungen mehr veranschlagt. Laut Betreibergesellschaft sollen die Arbeiten bis zum 21. Juli dauern, in diesen zehn Tagen werde kein Gas durch die Pipeline nach Deutschland befördert.

    Den Angaben nach werden unter anderem Sicherheitssysteme, die Stromversorgung, der Brand- und Gasschutz sowie Absperr- und Isolierungsventile überprüft und gegebenenfalls instandgesetzt oder kalibriert. Auch Software-Updates werden durchgeführt.

    Gazprom drosselt Liefermenge im Juni

    Laut Bundesnetzagentur finden die Arbeiten nicht direkt an der Leitung, sondern an den Verdichterstationen, etwa in Lubmin statt. Die Arbeiten sollten unter normalen Umständen im geplanten Zeitraum fertiggestellt werden können, hiess es von der Behörde. In der Vergangenheit wich die Dauer der Arbeiten teilweise leicht von der angesetzten Zeit ab.

    Unter anderem Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat Bedenken geäussert, dass Russland den Gashahn auch nach Abschluss der Wartung nicht mehr aufdrehen könnte. Das russische Staatsunternehmen Gazprom hatte die Liefermenge im Juni mit Verweis auf technische Probleme deutlich gedrosselt.

    Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine Ende Februar gilt die Versorgung Europas mit Gas aus Russland als gefährdet. Eine dauerhafte Abschaltung könnte laut Modellen der Bundesnetzagentur unter Umständen zu einem Gasmangel in Deutschland im Winter führen.

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