Warnstreik endet – Einigung bei Tarifverhandlungen erreicht

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Deutschland,

    Das Flughafen-Sicherheitspersonal in Deutschland beenden ihren Warnstreik. Jetzt haben die Tarifverhandlungen gefruchtet.

    Streikender
    Ein Streikender hält auf einem Flughafen eine Verdi-Flagge. (Archivbild) Foto: David Young/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit Warnstreiks sollten bessere Arbeitsbedingungen für Kontrolleure erzwungen werden.
    • Nun haben sich die Gewerkschaft und Arbeitgeber auf neue Tarifregelung geeinigt.

    Kurz vor dem Osterreiseverkehr haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf neue Tarifregelungen für das private Sicherheitspersonal an deutschen Flughäfen geeinigt. Ein weiterer Warnstreik rund um Ostern ist damit abgewendet.

    Der Durchbruch gelang demnach in der sechsten Verhandlungsrunde. Dies, nachdem erst am Freitag die Gespräche erneut ohne Ergebnis abgebrochen worden waren, wie die Gewerkschaft Verdi am Montag mitteilte.

    Der deutsche Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) bestätigte den Verhandlungserfolg am Montag. «Nach sechs sehr zähen Verhandlungsrunden konnten wir uns heute auf ein Erhöhungspaket von bis zu 28,2 Prozent Lohnerhöhung einigen». Dies teilte Verhandlungsführer Rainer Friebertshäuser am Abend mit. «Das vereinbarte Erhöhungspaket bedeutet für die Arbeitgeber massive Kostensteigerungen.»

    Nach Warnstreik: Dreistufige Tariferhöhung für Laufzeit von 24 Monate

    Laut Verdi wurde für eine Laufzeit von 24 Monaten eine dreistufige Tariferhöhung vereinbart. Diese falle für die einzelnen Lohngruppen unterschiedlich hoch aus. Bis zum 1. Januar 2024 soll die Angleichung der Löhne zwischen Ost und West abgeschlossen sein.

    «Die Arbeitgeber haben endlich ein annehmbares Angebot vorgelegt», teilte Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper am Montagnachmittag mit. «Mit diesem Tarifabschluss gelingt es, die Lohnbedingungen in der Luftsicherheitsbranche attraktiver zu gestalten.»

    Warnstreik
    Mitglieder der Gewerkschaft Verdi stehen mit Fahnen und Transparenten bei einem ganztägigen Warnstreik am 22. März 2022 in einer Halle des Flughafens in Baden-Württemberg. - dpa

    Verdi hatte für die rund 25'000 Beschäftigten ursprünglich gefordert, den Stundenlohn um mindestens einen Euro zu erhöhen. Dies bei einer Laufzeit von lediglich zwölf Monaten. Zudem sollte es bundesweite Angleichungen auf dem höchsten Regionalniveau aus Baden-Württemberg sowie vereinheitlichte Tarifgruppen geben.

    Verdi hatte mehrmals den Reiseverkehr an den jeweiligen Standorten nahezu zum Erliegen gebracht. Dies mit mehreren Warnstreiks des Sicherheitspersonals an den Flughäfen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Raunheim
    Warnstreik
    Wegen Warnstreik
    Wegen Warnstreik

    MEHR IN NEWS

    venedig
    23 Interaktionen
    Wird noch teurer
    tram
    Stadt Zürich
    gebäude
    14 Interaktionen
    Hitze-Problem

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Ferat Koçak
    39 Interaktionen
    «Er lügt»
    nuni
    3 Interaktionen
    Rassismus
    2 Interaktionen
    Berlin
    ski aggu
    2 Interaktionen
    Rapper