Waldbrände bei Athen unter Kontrolle doch Gefahr bleibt
Die Waldbrände westlich von Athen sind weitgehend eingedämmt. Die Feuerwehr warnt jedoch weiter vor neuen Brandherden.

Die Waldbrände westlich der griechischen Hauptstadt Athen sind nach mehreren Tagen intensiver Löscharbeiten weitgehend unter Kontrolle. Die Feuerwehr konnte die gefährlichsten Brandstellen nach der vierten Nacht in Folge eindämmen.
Wie die «Zeit» berichtet, verbesserten sich die Bedingungen am Dienstagmorgen durch schwächere Winde. Dadurch konnten wieder Löschhubschrauber und weitere Luftfahrzeuge eingesetzt werden.
Eine Entwarnung gibt es laut den Einsatzkräften allerdings noch nicht. Vor allem die heissen Stunden am Mittag könnten erneut zu Problemen führen.
Tausende Hektar Fläche verbrannt
Feuerwehrsprecher Giannis Artopoios warnte laut der «Zeit» vor neuen Bränden durch Glutnester in den heissen Mittagsstunden. Die Einsatzkräfte konzentrieren sich deshalb weiterhin auf die Kontrolle kleinerer Brandherde.
Nach Angaben vom «Deutschlandfunk» wurden in Griechenland mehr als 12'000 Hektar Vegetation durch die Waldbrände zerstört. Der Wetterdienst Meteo des Nationalen Observatoriums Athen geht von mehr als 13'000 Hektar verbrannter Wald-, Busch- und Landwirtschaftsfläche aus.
Die Löscharbeiten werden durch die grosse Ausdehnung der betroffenen Gebiete erschwert. In den ersten Tagen hatten starke Winde die Flammen schnell verbreitet und Einsätze aus der Luft erschwert.
Mehr als 500 Helfer kämpfen gegen die Waldbrände in Griechenland
Besonders betroffen sind Regionen rund um Agios Nektarios im Kithairon-Gebirge sowie Gebiete nordwestlich der Stadt Megara. Dort arbeiten die Einsatzkräfte weiter daran, verbliebene Feuerstellen zu sichern.
Laut der «Zeit» sind rund 520 Feuerwehrleute im Einsatz. Unterstützt werden sie von Rettungskräften aus Frankreich und Rumänien sowie zahlreichen freiwilligen Helfern.
Auch das Militär beteiligt sich an den Löscharbeiten. Mit schwerem Gerät werden unter anderem Schneisen geschaffen, um die weitere Ausbreitung von Bränden zu verhindern.
Feuerwehr bereitet sich auf neue Glutnester vor
Wie die «ZDFheute» berichtet, bleibt die Waldbrandgefahr in Griechenland trotz der aktuellen Entspannung weiterhin sehr hoch. Die Feuerwehr setzt ihre Kontrollen in den betroffenen Regionen deshalb fort.
Die Einsatzkräfte bereiten sich auf mögliche neue Brandentwicklungen vor. Besonders verbliebene Glutnester stehen weiterhin im Fokus der Behörden.

Im Laufe des Tages sollen erneut zahlreiche Löschflugzeuge und Hubschrauber zum Einsatz kommen. Die Behörden beobachten dabei vor allem die Wetterbedingungen, da Hitze und trockene Luft die Entstehung neuer Feuer begünstigen können.












