Viktor Orban: Mit Migranten-Panik zum Wahlerfolg

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    Ungarn wählte gestern Sonntag den rechts-konservativen Viktor Orban mit einer grossen Mehrheit erneut zum Ministerpräsidenten. Doch wie kam er an die Macht?

    Viktor Orban
    Viktor Orban ist in Ungarn seit 2010 an der Macht. - keystone

    Mit Grenzzäunen gegen Flüchtlinge

    Das Wichtigste in Kürze

    • Viktor Orban wurde am Sonntag erneut zum Ministerpräsidenten Ungarns gewählt.
    • Sein politisches Engagement startete 1988 in einer bunten Jugendpartei.
    • Heute gilt Orban als rechts-konservativer EU-Kritiker.

    Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban schürt in seinen Anhängern die Ängste vor Migranten. «Man will uns wieder das Land wegnehmen», schärft er ihnen im zurückliegenden Wahlkampf ein. Die EU wolle Ungarn zur Aufnahme von Zehntausenden Asylbewerbern zwingen – und nur seine Regierung könne das verhindern.

    Der rechts-konservative Regierungschef wurde 1963 in Szekesfehervar geboren. Als der Kommunismus in den letzten Zügen lag, gründete Orban zusammen mit anderen Studenten 1988 den oppositionellen Bund Junger Demokraten (Fidesz), damals noch eine bunte und liberale Jugendpartei.

    Mit 35 Jahren erstmals Premier

    Der junge Vollblutpolitiker führte die Partei in der Folge konsequent nach rechts und wurde 1998 im Alter von 35 Jahren erstmals ungarischer Ministerpräsident. Doch schon damals machte sich sein herrischer Führungsstil bemerkbar. Nach vier Jahren wählten ihn die Ungarn ab.

    Viktor Orban (mitte) bei seinem Wahlsieg 1998.
    Viktor Orban (mitte) bei seinem Wahlsieg 1998. - Keystone

    Die Niederlage von 2002 empörte und verbitterte Orban. 2010 gelang ihm die lang ersehnte Rückkehr an die Macht. Seitdem baut der Regierungschef den Staat um. Die demokratischen Institutionen und Kontrollmechanismen wurden dadurch zunehmend ausgehöhlt.

    2014 sowie jetzt am Sonntag schaffte er ohne Probleme die Wiederwahl. Als 2015 mehr als eine Million Flüchtlinge nach Europa kamen, schottete Orban sein Land mit Grenzzäunen vor ihnen ab. Die Massnahme wurde von der EU kritisiert. Dem machtbewussten Politiker sicherte sie aber eine ausreichende Zahl von Wählern für den nächsten Wahltriumph.

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    Orban gewinnt die Wahlen 2018 mit einer überzeugenden Mehrheit. - keystone

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