USA vermuten Russland hinter Farbanschlag auf Nobelpreisträger

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Nach Angaben von US-Medien wurde Friedensnobelpreisträger und Kremlkritiker Dmitri Muratow am 7. April im Zug von Moskau nach Samara von einem Mann angegriffen.

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    Nobelpreisgewinner Dmitri Andrejewitsch Muratow mit dem früheren Präsidenten der Sowjetunion, Michail Gorbatschow. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Mann hatte am 7. April Dmitri Muratow mit Ölfarbe überdeckt.
    • Laut der US-Regierung stecken russische Geheimdienste hinter dem Angriff.

    Die US-Regierung vermutet Medienberichten zufolge russische Geheimdienste hinter einer Farbattacke auf den Friedensnobelpreisträger und Kremlkritiker Dmitri Muratow. Die «Washington Post» zitierte einen US-Regierungsbeamten am Donnerstag (Ortszeit) mit den Worten, die Vereinigten Staaten könnten bestätigen, dass russische Geheimdienste den Angriff auf den Chefredakteur der «Nowaja Gaseta» eingefädelt hätten. Auch die «New York Times» berichtete darüber.

    Auf einem Foto, das die «Nowaja Gaseta» veröffentlicht hatte, ist zu sehen, wie Muratows Gesicht, Oberkörper und Arme mit roter Ölfarbe überdeckt waren. Der Journalist wurde nach Angaben der Zeitung am 7. April im Zug von Moskau nach Samara von einem Mann angegriffen. Der Angreifer schrie demnach: «Muratow, nimm' das für unsere Jungs.» Wie die «New York Times» berichtete, führte die mit Aceton versetzte Farbe zu Verätzungen an den Augen.

    Muratow hat den Angriffskrieg von Kremlchef Wladimir Putin gegen die Ukraine öffentlich kritisiert. Der 60-Jährige hatte vergangenes Jahr zusammen mit der philippinischen Journalistin Maria Ressa den Friedensnobelpreis erhalten. Das Erscheinen seiner Zeitung ist inzwischen wegen des Drucks russischer Behörden vorübergehend eingestellt. Regierungskritische Journalisten werden in Russland immer wieder Ziel von Anschlägen.

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