Mit 750'000 gesammelten Unterschriften wurden die für ein Referendum nötigen 500'000 deutlich überschritten.
Helfer hält eine Hand in einem Pflegeheim
Helfer hält eine Hand in einem Pflegeheim - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • In Italien droht für Beihilfe zum Suizid bislang eine Gefängnisstrafe von 5 bis 12 Jahren.
  • Nun soll darüber das Volk abstimmen.

In Italien hat eine Petition zur Legalisierung von Sterbehilfe genug Unterschriften für das Abhalten eines Volksentscheids erhalten. Mit 750'000 gesammelten Unterschriften wurden die für ein Referendum nötigen 500'000 deutlich überschritten, wie die Orgnisatoren am Mittwoch mitteilten. Sie fordern eine Abstimmung über das bisherige Verbot von Sterbehilfe. In Italien droht für Beihilfe zum Suizid bislang eine Gefängnisstrafe von fünf bis zwölf Jahren.

2019 führte das Verfassungsgericht eine Ausnahme für unheilbar kranke Patienten ein, die «durch Behandlungen am Leben gehalten werden», unter den Folgen ihrer Krankheit seelisch und körperlich «unerträglich» leiden und noch selbst «frei und bewusst» Entscheidungen treffen können. Alle anderen Menschen haben keinen Zugang zur Sterbehilfe.

Die Initiatoren des Referendums wollen aktive Sterbehilfe für alle Patienten ermöglichen, die «Hilfe von anderen benötigen, um ihre eigenen Leiden zu beenden». Eine Abstimmung könnte frühestens kommendes Jahr stattfinden.

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