Ukrainische Truppen in schwieriger Lage im Osten

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Ukraine,

Die Verteidigungskräfte im Osten der Ukraine kommen in die Bredouille. Russland hat den Donbass für annektiert erklärt.

ukraine-krieg russland osten
Russische Truppen verschärfen ihre Angriffe im Osten der Ukraine. (Archivbild) - Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Die ukrainischen Streitkräfte sind im Osten des Landes nach Darstellung von Präsident Wolodymyr Selenskyj schwer unter Druck. Vor allem die Lage rund um Pokrowsk im Gebiet Donezk sei von der Militärführung gründlich analysiert worden, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. «Dieses Gebiet war und ist nach wie vor der Schwerpunkt der russischen Angriffe.» Es müsse alles getan werden, um die ukrainischen Verteidigungspositionen in der Region zu stärken.

Ohne einen konkreten Anlass zu nennen, sprach er allen ukrainischen Verbänden, die russische Stützpunkte und Logistik in den besetzten Gebieten angriffen, «besondere Anerkennung» aus: «Der Besatzer muss spüren, dass dies ukrainisches Land ist», sagte Selenskyj.

Ukrainische Medien hatten zuvor unter Berufung auf Militärquellen in Kiew von einem Raketenangriff auf einen Militärflughafen auf der seit 2014 von Russland annektierten Krim berichtet. Über die Auswirkungen des Angriffs wurden zunächst keine Angaben gemacht. Von russischer Seite gab es dazu keine Erklärung.

Kiews Militärgeheimdienst: Donbass bleibt russisches Hauptziel

Die russischen Streitkräfte setzen ihre Prioritäten bei Angriffen nach Erkenntnissen des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR rund um den Donbass. «Dort werden aktuell die heftigsten Kämpfe ausgetragen», sagte HUR-Vertreter Andrij Jusow im ukrainischen Fernsehen. Rund um das Kohlegebiet in der Ostukraine werde an fast allen Frontabschnitten gekämpft.

Russland hat den Donbass für annektiert erklärt, kontrolliert aber nicht alle Bereiche seines neuen «Staatsgebiets». «An allen anderen Abschnitten führt der Gegner Scheinangriffe und Ablenkungsmanöver durch.»

Soldaten reichen nicht für Frontdurchbruch

Vor allem in der Region südlich der Grossstadt Saporischschja seien zahlreiche Scheinangriffe registriert worden. In Wirklichkeit seien diese jedoch auf Umgruppierungen und Neuaufstellungen auf russischer Seite zurückzuführen. Doch bleibe dies nicht ungefährlich, zumal Russland rund 90'000 Mann in der Region Saporischschja stationiert habe.

Nach Meinung ukrainischer Militärexperten reiche diese Menge an Soldaten zwar nicht für einen Frontdurchbruch aus, doch könne die ukrainische Armee durchaus unter Druck gesetzt werden.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Serac

Immer wieder diese Experten. Könnten unter Druck geraten…. Die sind unter Druck. Sollen mal vor Ort schauen diese Experten.

User #4513 (nicht angemeldet)

Trump wird die Amis zurück ziehen und den Krieg den Euopäern überlassen. Das ist gut für die US Wirtschaft.

Weiterlesen

2 Interaktionen
Kämpfe

MEHR IN NEWS

Iran-Krieg
1’065 Interaktionen
Börsen auf Talfahrt
New York/London
Abstimmung
1 Interaktionen
Bern
Abstimmung
5 Interaktionen
Bern

MEHR AUS UKRAINE

Kiew
11 Interaktionen
Kiew
W
13 Interaktionen
Kiew
Charkiw Wohnhaus
Tote und Verletzte
selenskyj
21 Interaktionen
Druschkiwka