Ukraine verlässt Abkommen über das Verbot von Antipersonenminen

    Gerrit Fredrich
    Gerrit Fredrich

    Ukraine,

    Die Ukraine verlässt das internationale Abkommen über das Verbot von Antipersonenminen. Präsident Selenskyj unterzeichnete ein entsprechendes Dekret.

    ukraine-krieg
    Ukraine verlässt Abkommen über das Verbot von Antipersonenminen. (Archivbild) - Keystone

    Die Ukraine hat offiziell den Austritt aus der Ottawa-Konvention zum Verbot von Antipersonenminen eingeleitet. Präsident Wolodymyr Selenskyj unterzeichnete ein Dekret, das diesen Schritt anordnet, wie «MDR» berichtet.

    Kannst du den Austritt der Ukraine aus dem Abkommen nachvollziehen?

    Das Abkommen verbietet den Einsatz, die Lagerung, die Herstellung und die Weitergabe von Personenminen.

    Die Ukraine hatte die Konvention 2005 ratifiziert, doch das Parlament muss den Austritt noch bestätigen und den Vereinten Nationen melden.

    Ukraine verlässt Abkommen: Sicherheit im Krieg als Hauptgrund

    Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund massiver russischer Mineneinsätze im laufenden Krieg. Russland ist selbst kein Unterzeichnerstaat und setzt laut ukrainischen Angaben Minen massiv gegen Militär und Zivilisten ein, wie «n-tv» berichtet.

    Wolodymyr Selenskyj
    Die Ukraine hat offiziell den Austritt aus der Ottawa-Konvention zum Verbot von Antipersonenminen eingeleitet. (Archivbild) - dpa

    Der ukrainische Parlamentsabgeordnete Roman Kostenko erklärte: «Wir können nicht gebunden bleiben, wenn der Feind keine Grenzen hat.»

    Die Entscheidung sei eine Reaktion auf die «Realität des Krieges», so Kostenko.

    Nächste Schritte und politische Folgen

    Das ukrainische Parlament muss den Austritt noch ratifizieren. Erst danach wird die Entscheidung offiziell bei den Vereinten Nationen hinterlegt, wie «MDR» berichtet.

    Die Ukraine begründet den Schritt mit dem Schutz der eigenen Bevölkerung und militärischen Notwendigkeiten. Menschenrechtsorganisationen warnen jedoch vor den langfristigen Folgen für Zivilisten.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #3357 (nicht angemeldet)

    Ein SVPler kann im selben Satz die Unterwerfung der Ukraine fordern, Trump's neue Zölle von 32% auf Schweizer Produkte loben und gegen den EU-Vertrag wegen angeblicher Unterdrückung der Schweiz wettern! LLOL

    User #6072 (nicht angemeldet)

    Wo bleibt eigentlich hier der Aufschrei? Kann dieser 3.klass-Komiker denn alles machen was er will? Wer kann den Typen endlich stoppen bevor er noch mehr Schaden anrichtet?

    Weiterlesen

    Nato-Gipfel in Den Haag
    8 Interaktionen
    Laut Selenskyj
    7 Interaktionen
    In sechs Monaten
    António Guterres
    8 Interaktionen
    UN80-Initiative

    MEHR IN NEWS

    mailand vergewaltigt
    Mailand
    Drohnen Verkehr überwachung
    58 Interaktionen
    Kontrolle von oben!
    Betrug, Geldwäsche

    MEHR AUS UKRAINE

    drohnen
    7 Interaktionen
    Luzk
    2 Interaktionen
    Charkiw
    selenskyj ukraine krieg
    19 Interaktionen
    Drosselung
    5 Interaktionen
    Kiew