Überlebenskampf: Galeria-Gläubigerversammlung hat begonnen

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    Entscheidung über die Zukunft des Warenhauskonzerns: Bei dem Gläubigertreffen muss über einen Insolvenzplan abgestimmt werden, der hohe Verzichte und Filialschliessungen vorsieht.

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    Galeria Karstadt Kaufhof hatte Ende 2022 zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren Rettung in einem Schutzschirmverfahren gesucht. - Oliver Berg/dpa

    Die Gläubigerversammlung des ums Überleben kämpfenden Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof hat am Montag in Essen begonnen. Es seien knapp 40 Gläubigervertreter erschienen, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts. Durch sie werde ein grosser Teil der Forderungen vertreten.

    Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung des Gläubigertreffens ist die Abstimmung über den von der Unternehmensführung ausgearbeiteten Insolvenzplan, der den Weg zu einer Gesundung des Warenhausriesen weisen soll.

    Medienberichten zufolge verlangt die Unternehmensführung darin von Vermietern, Lieferanten und anderen Gläubigern, auf Forderungen in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro zu verzichten, um dem Konzern einen Neuanfang zu ermöglichen. Ausserdem sollen im Zuge der Sanierung 47 der zuletzt noch 129 Warenhäuser geschlossen und tausende Arbeitsplätze abgebaut werden.

    Annahme des Insolvenzplans gilt als wahrscheinlich

    Trotz aller Härten gilt die Annahme des Insolvenzplans als wahrscheinlich. Denn so können die Gläubiger hoffen, zumindest noch einen kleinen Teil ihres Geldes zurückzuerhalten. Bei einer Ablehnung des Insolvenzplans droht dagegen nach Einschätzung von Insolvenzexperten das Aus für den Konzern und damit möglicherweise ein Totalverlust der Forderungen.

    Galeria Karstadt Kaufhof hatte Ende vergangenen Jahres zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren Rettung in einem Schutzschirmverfahren gesucht. Als Gründe dafür nannte der Konzern die Folgen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges.

    Ein erstes Schutzschirmverfahren, das 2020 während des ersten Corona-Lockdowns eingeleitet worden war, hatte dem Unternehmen trotz der Schliessung von rund 40 Filialen, dem Abbau von etwa 4000 Stellen und der Streichung von mehr als zwei Milliarden Euro an Schulden nur vorübergehende Entlastung gebracht.

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