Türkische Kriegsschiffe sollen Embargo-Kontrolle verhindert haben
Drei türkische Kriegsschiffe verhinderten am Mittwoch im Mittelmeer die Kontrolle eines unter der Flagge Tansanias fahrenden Frachters.

Das Wichtigste in Kürze
- Drei türkische Kriegsschiffe verhinderten die Kontrolle eines tansanischen Frachters.
- Griechischen Einsatzkräften wurde deutlich gemacht, dass das Schiff unter Schutz stehe.
- Was das Schiff geladen hatte, blieb zunächst unklar.
Bei dem EU-Einsatz zur Überwachung des Waffenembargos gegen Libyen ist es zu einer Konfrontation mit der Türkei gekommen. Drei türkische Kriegsschiffe verhinderten am Mittwoch im Mittelmeer die Kontrolle eines unter der Flagge Tansanias fahrenden Frachters. Dies berichtete das staatliche griechische Fernsehen (ERT) unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Athen.
Die Türken machten demnach griechischen Einsatzkräften per Funk deutlich, dass das in Richtung Libyen fahrende Schiff unter ihrem Schutz stehe. In der Folge soll der Kommandeur der EU-Operation Irini seinen Befehl zur Kontrolle des Frachters zurückgenommen haben. Was das Schiff geladen hatte, blieb zunächst unklar.
Eine offizielle Bestätigung für die Ereignisse gab es am Mittwoch zunächst nicht. Eine Sprecherin der Einsatzführung in Rom sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie könne den Bericht weder bestätigen noch dementieren. Informationen zum Verlauf der Operation würden als geheimhaltungsbedürftig eingestuft.
Grundlegendes Ziel der umstrittenen Operation Irini ist eine Stabilisierung des nordafrikanischen Bürgerkriegslandes Libyen sowie die Unterstützung des UN-geführten politischen Friedensprozesses. Sie wird von Deutschland zurzeit mit der Bereitstellung eines Seefernaufklärungsflugzeug und mit Soldaten für die Führungsstäbe der Operation unterstützt.












