Südspanien: Mehrheit der Opfer des Waldbrands sind wohl Ausländer

Bei einem Waldbrand im Süden Spaniens sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer in der Provinz Almería zählt zu den schwersten der Region.

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In der Region Almería im Süden Spaniens wütet ein schwerer Waldbrand. - X/@Plan_INFOCA

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Süden Spaniens wütet ein schwerer Waldbrand.
  • Mindestens zwölf Menschen sind beim Brand ums Leben gekommen.
  • Der regionale Gesundheitsminister spricht von einer «beispiellosen Tragödie».
  • Die Mehrheit der Opfer sind wohl Ausländer.

Bei einem Waldbrand im Süden Spaniens sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen.

Das teilte der Notdienst der Region Andalusien in der Nacht auf der Plattform X mit. Einige der Opfer wurden demnach in Fahrzeugen aufgefunden.

Bei der Mehrheit oder sogar bei allen Opfern des Waldbrandes von Los Gallardos in Südspanien könnte es sich um Ausländerinnen und Ausländer handeln. Das sagen die Behörden der Region Andalusien, in welcher der Waldbrand am Donnerstagabend wütete.

Wohl Briten unter den Todesopfern

Der regionale Gesundheitsminister Antonio Sanz sagte allerdings in einem auf der Kurznachrichtenplattform X veröffentlichten Video, erst wenn die Verstorbenen identifiziert seien, lägen verlässliche Informationen zur Staatszugehörigkeit vor.

Laut den ersten Informationen könnten die Opfer von den Flammen umschlossen worden sein, als sie mit dem Auto zu fliehen versuchten. Laut Sanz wurden vier Opfer in einem Auto gefunden, in welchem sich das Steuerrad auf der rechten Wagenseite befand.

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Ein Video, das vom regionalen Gesundheitsminister auf X verbreitet wurde, zeigt den verheerenden Brand. - X/@antoniosanz

Das lässt die Vermutung zu, dass es sich um Briten handeln könnte. Die anderen sieben Todesopfer versuchten laut ersten Hypothesen, zu Fuss vor den Flammen zu flüchten.

Der Brand war am Nachmittag in der rund 300 Kilometer nordöstlich von Málaga gelegenen Gemeinde Los Gallardos in der Provinz Almería ausgebrochen, wie die Regionalregierung mitteilte.

Gesundheitsminister spricht von «beispielsloser Tragödie»

Der regionale Gesundheitsminister Antonio Sanz sprach von einer «beispiellosen Tragödie» – es sei der Waldbrand «mit den bislang schwersten Folgen» in Andalusien. «Der Schmerz ist unermesslich. Andalusien trauert, und unser Herz ist bei Almería und allen Betroffenen.»

Nach Angaben des Ministers sind derzeit rund 150 Feuerwehrleute mit fünf Löschfahrzeugen sowie weitere Rettungskräfte in Los Gallardos im Einsatz. Die Bewohner mehrerer Ortschaften seien vorsorglich in Sicherheit gebracht worden.

Auch der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez brachte auf der Plattform X seine «grosse Trauer und Bestürzung angesichts der schrecklichen Folgen des Brandes» zum Ausdruck.

In Spanien wütet derzeit eine ganze Reihe von Waldbränden. Seit Jahresbeginn haben dort grossflächige Feuer bereits mehr als 50’000 Hektar Land zerstört, wie Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) zeigen.

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