Starke Überschwemmungen: Lage in Griechenland spitzt sich weiter zu

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    Griechenland,

    Die starken Unwetter in Griechenland halten weiter an. So stieg etwa in einigen Regionen des Landes das Wasser bis zu vier Meter an.

    Hochwasser und Schlamm bedecken das Land nach dem Rekordregen in der Region Thessalien. Foto: Vaggelis Kousioras/AP/dpa
    Hochwasser und Schlamm bedecken das Land nach dem Rekordregen in der Region Thessalien. Foto: Vaggelis Kousioras/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Vaggelis Kousioras

    Die Hochwassersituation in den von Starkregen betroffenen Gegenden Mittelgriechenlands verschärft sich weiter. In der Region Thessalien regnete es weiterhin – das Wasser habe das Land in zwei geteilt, berichteten griechische Medien.

    So ist seit Dienstagabend die wichtigste Autobahn des Landes zwischen Athen und Thessaloniki auf einer Strecke von 200 Kilometern gesperrt.

    Die Hafenstadt Volos ist von der Umwelt fast völlig abgeschnitten. Zufahrtsstrassen sind zerstört oder überflutet, auch der Fährverkehr wurde eingestellt. Auch ging das Trinkwasser in Supermärkten zur Neige – Strom und damit Wasserversorgung gibt es seit Tagen nicht.

    700'000 Menschen betroffen

    In der gesamten Region Thessalien leben rund 700'000 Menschen – so gut wie alle seien von der Flut betroffen. «Wir hatten binnen 36 Stunden gut 5000 Notrufe, so etwas gab es noch nie», sagte Artopoios. Er bat die Menschen, weiterhin anzurufen – jene, die nicht unmittelbar gefährdet seien, rief er jedoch zu Geduld auf.

    Die offizielle Zahl der Toten liegt weiterhin bei drei, über die Zahl der Vermissten hingegen konnten keine abschliessenden Angaben gemacht werden. Zu viele Dörfer konnten noch nicht erreicht werden, auch haben die Menschen in den überfluteten Gebieten mittlerweile oft leere Handy-Akkus und können nicht mit der Aussenwelt kommunizieren.

    Bis heute Abend sollen die Unwetter aufhören

    Zwar regnete und stürmte es am Donnerstag in der betroffenen Region weiterhin stark und die Pegel stiegen immer höher, insgesamt aber geben die Meteorologen vorsichtig Entwarnung: Bis zum Donnerstagabend sollen die Regenfälle aufhören.

    Dann dürften die gewaltigen Schäden erstmals komplett sichtbar werden, die die schweren Unwetter verursacht haben. Die Bürgermeister der betroffenen Gegenden sprachen gegenüber griechischen Medien von eingebrochenen Strassen und Brücken, von gekappten Stromverbindungen, aber auch zerstörten Häusern und Unternehmen. Die Schäden dürften in die Milliarden gehen.

    Wasser stieg bis zu vier Meter an

    In der Stadt Karditsa reichte das Wasser vielerorts bis zu den Dächern der Häuser, sodass sich die Bewohner auf die Dächer retten mussten. «Das Wasser ist an manchen Stellen bis zu vier Meter hoch», sagte der Bewohner eines nahe gelegenen Ortes dem Sender Mega.

    Ihr Dorf sei unzugänglich, die ganze Ebene überflutet, Rettungskräfte könnten nicht kommen. «Vielleicht mit Hubschraubern, aber wo sollen sie landen? Es gibt kein Land!», sagte ein Mann. Der Einsatz aus der Luft sei wegen der schwierigen Wetterbedingungen und Sturmböen derzeit nicht möglich, sagte jedoch Feuerwehrsprecher Artopoios.

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