Ein neuer Versuch zur Evakuierung von Zivilisten aus der südukrainischen Hafenstadt Mariupol soll von den russischen Truppen durchkreuzt worden.
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Russische Soldaten in der Hafenstadt Mariupol. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Samstag wurde in Mariupol ein neuer Evakuierungsversuch angekündigt.
  • Laut dem Vize-Bürgermeister wurde das Vorhaben von russischen Truppen verhindert.
  • Bereits in der Vergangenheit waren mehrere Versuche von Fluchtkorridoren gescheitert.

200 Einwohner hätten sich am Samstag versammelt, um aus der seit Wochen heftig umkämpften Stadt weggebracht zu werden, doch hätten russische Soldaten die Menge «auseinandergetrieben», teilte Vize-Bürgermeister Petro Andriuschtschenko im Onlinedienst Telegram mit.

Einige dieser Einwohner seien gezwungen worden, Busse zu besteigen, die sie in eine von den Russen kontrollierte Zone bringen sollte, fügte er hinzu.

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Eine Familie flüchtet wegen dem Ukraine-Krieg aus Mariupol am 17. März 2022. - dpa

Am Morgen hatte die ukrainische Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk einen neuen Evakuierungsversuch für die eingekesselten Zivilisten aus Mariupol angekündigt. Nach ihren Angaben sollten «Frauen, Kinder und Senioren» nach Saporischschja in Sicherheit gebracht werden. Bereits in der Vergangenheit waren jedoch mehrere Versuche, Fluchtkorridore für Einwohner aus Mariupol zu öffnen, gescheitert.

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Das am Asowschen Meer gelegene Mariupol mit einst 450'000 Einwohnern gilt als strategisch äusserst bedeutsam. Während Moskau angibt, Mariupol «befreit» zu haben, bleibt die Hafenstadt laut Kiew umkämpft.

Die Kontrolle über die Hafenstadt am Asowschen Meer würde Russland helfen, eine direkte Landverbindung zwischen der annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim und den von den pro-russischen Separatisten im Donbass kontrollierten Gebieten herzustellen.