Sozialistin: Macron kann Land nicht viel länger blockieren

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Frankreich,

    Nach den Olympischen Spielen in Paris erhöht die Sozialistische Partei den Druck auf Präsident Macron, einen neuen Premierminister zu ernennen.

    Macron betonte die Wichtigkeit der deutsch-französischen Beziehungen und trat dem Eindruck entgegen, dass diese in jüngster Zeit gelitten hätten.
    Nach den Olympischen Spielen in Paris fordern die Sozialisten von Macron eine schnelle Ernennung eines neuen Premierministers. (Archivbild) - Robert Michael/dpa

    Nach dem Ende der Olympischen Spiele in Paris fordern die Sozialisten von Präsident Emmanuel Macron, rasch einen neuen Premierminister zu ernennen. «Er kann die Institutionen und das Land nicht viel länger auf diese Art blockieren», sagte die Sprecherin der Sozialisten, Chloé Ridel, im Sender France Inter. Sie verwies darauf, dass bald der Haushalt für das kommende Jahr festgezurrt werden müsse.

    Macron hatte angekündigt, erst frühestens nach den Olympischen Spielen, die am Sonntag endeten, einen neuen Regierungschef zu ernennen. «Es ist klar, dass wir bis Mitte August nicht in einer Situation sind, in der wir die Dinge ändern können, weil wir Unordnung schaffen würden», hatte der Staatschef gesagt. Ridel verlangte nun, Macron müsse sich eingestehen, dass seine Politik von den Wählerinnen und Wählern abgestraft worden sei. Ein neuer Premier müsse aus den Reihen des Linksbündnisses stammen, das die Wahl überraschend gewonnen hatte.

    Rolle des Linksbündnisses

    Ridel betonte zudem, dass die Sozialisten ihre Rolle innerhalb dieser Allianz an der Seite von Grünen, Kommunisten und der Linkspartei La France Insoumise sähen. Die geschäftsführende Regierungssprecherin Prisca Thevenot sprach sich im Sender Sud Radio hingegen wie schon Macron für eine Zusammenarbeit aller politischen Kräfte von den Sozialisten bis hin zu den Konservativen aus. Auf die Länge der Regierungssuche angesprochen, mahnte sie, eine Koalition werde nicht in wenigen Tagen geschaffen, und versicherte, die jetzige geschäftsführende Regierung werde nicht ewig weiter machen.

    Bei der Neuwahl der Nationalversammlung vor einem Monat war das Linksbündnis Nouveau Front Populaire überraschend vorn gelandet. Macrons Mitte-Kräfte sackten auf Platz zwei ab, das rechtsnationale Rassemblement National um Marine Le Pen kam auf Platz drei. Keines der Lager hat in der Nationalversammlung eine absolute Mehrheit.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Tom Cruise
    51 Interaktionen
    Irrer Olympia-Stunt
    Betreutes Wohnen
    12 Interaktionen
    Betreutes Wohnen

    MEHR IN NEWS

    St. Gallen
    St. Gallen
    meier
    4'698 Interaktionen
    Krawalle

    MEHR AUS FRANKREICH

    EU
    25 Interaktionen
    250 km/h
    asd
    16 Interaktionen
    Strassburg
    3 Interaktionen
    Paris
    Tamy Glauser
    509 Interaktionen
    Wie bitte?