Selenskyj: Kiew kontrolliert grosses Gebiet in Russland

    Keystone-SDA
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    Die Ukraine will bisher über 1000 Quadratkilometer russischen Gebietes erobert haben. Gefangene russische Soldaten sollen gegen Ukrainer ausgetauscht werden.

    Selenskyj mit Oberbefehlshaber Syrskyj
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit seinem Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj (r), der als Kopf hinter dem Vorstoss auf russisches Gebiet gilt. (Archivbild) - dpa

    Die Ukraine hat bei ihrer Gegenoffensive in der russischen Region Kursk nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj weitere Eroberungen erzielt. «Stand heute kontrollieren unsere Kräfte mehr als 1250 Quadratkilometer Territorium des Feindes und 92 Ortschaften», sagte Selenskyj bei einem Auftritt vor ukrainischen Diplomaten und Beamten.

    Ein taktisches Ziel, die Verringerung der Gefahr für die ukrainische Grenzregion Sumy, sei damit erreicht. Zudem sei die Offensive der grösste Erfolg bezüglich der Gefangennahme russischer Soldaten seit Kriegsbeginn, führte Selenskyj aus.

    Seinen Angaben nach sollen die Russen später gegen kriegsgefangene Ukrainer ausgetauscht werden. Im bisherigen Kriegsverlauf hat Russland nach Einschätzung von Beobachtern mehr Ukrainer gefangen genommen als umgekehrt.

    Selenskyj: Offensive hätte niemand für möglich gehalten

    Selenskyj bezeichnete die Offensive als grossen Erfolg. Vor ein paar Monaten hätte dies niemand für möglich gehalten. Kritiker hätten allein Gedankenspiele dieser Art als Überschreiten der «rotesten aller roten Linien Russlands» abgelehnt. Darum seien die Vorbereitungen auch im Geheimen getroffen worden.

    Der jetzige Erfolg zeige aber deutlich Wladimir «Putins Unfähigkeit, sein Territorium zu schützen» vor solchen Gegenangriffen. Zudem habe er auch zu einem Umdenken bei den westlichen Partnern geführt, meinte Selenskyj, der von seinen Diplomaten weiter ein aktives Einwerben von Waffenhilfe forderte.

    Die Angaben von Selenskyj zu den Gebietsgewinnen gehen über die meisten bisherigen Schätzungen von Militärbeobachtern hinaus. So hatte vor wenigen Tagen das unabhängige Internetportal Meduza auf Grundlage von Foto- und Videomaterialien im umkämpften Gebiet Kursk die Geländegewinne auf 862 Quadratkilometer geschätzt.

    Allerdings räumen die meisten Experten selbst die Ungenauigkeit ihrer Schätzungen ein, da es wenig Bildmaterial gibt. Vor allem die ukrainischen Streitkräfte veröffentlichen sehr wenig, um ihren Vormarsch nicht zu gefährden.

    Kommentare

    User #6404 (nicht angemeldet)

    "Großes Gebiet". Na, ja.

    User #3907 (nicht angemeldet)

    Ungefähr die Grösse des Kt. Aargau. Und wie viele Männer mussten dafür sterben? Warum hört man nicht auf Orban und beginnt mit Verhandlungen?

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