Selenskyj: Allianz der Verteidigungsindustrie gegründet

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    13 Waffenhersteller sind bereits Teil der von Wolodymyr Selenskyj geplanten Rüstungsallianz.

    Die Ukraine will künftig den Grossteil der Rüstungsgüter selbst produzieren.
    Die Ukraine will künftig den Grossteil der Rüstungsgüter selbst produzieren. - Sean Kilpatrick/The Canadian Press/AP/dpa/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wolodymyr Selenskyj hat die Gründung einer Allianz der Verteidigungsindustrie verkündet.
    • Nebst den bereits 13 beteiligten Rüstungskonzerne könnten sich weitere anschliessen.

    Selenskyj will die Ukraine zu einem der grössten Waffenproduzenten der Welt machen. 13 Waffenhersteller sind bisher Teil der Allianz. Hergestellt werden sollen etwa Raketen, Drohnen und Artilleriegeschosse. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf einem Forum mit Vertretern internationaler Rüstungskonzerne in Kiew die Gründung einer Allianz der Verteidigungsindustrie verkündet.

    Basis der Vereinigung sei eine Erklärung, die bisher von 13 herausragenden Waffenherstellern unterzeichnet worden sei, teilte Selenskyj in sozialen Netzwerken mit. Weitere Rüstungskonzerne könnten sich anschliessen. Selenskyj will die Ukraine zu einem der grössten Waffenproduzenten der Welt machen.

    Es handele sich um eine Allianz, die dem internationalen Recht und der Verteidigung der freien Welt verpflichtet sei, sagte der Präsident. «Ich spreche nicht nur über die Ukraine, sondern über die Sicherheit vor Aggressionen jeder Nation auf der Welt», betonte er in einer Rede vor den Waffenherstellern. Demnach nahmen an dem Forum der Verteidigungsindustrie 252 Unternehmen aus mehr als 30 Ländern teil.

    Raketen, Drohnen und Artilleriegeschosse

    Priorität habe die Entwicklung einer modernen Verteidigungsindustrie in der Ukraine, sagte Selenskyj. Hergestellt werden sollen demnach in Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen etwa Raketen, Drohnen und Artilleriegeschosse. «Die Ukraine ist bereit, den Unternehmen, die mit unserem Land zusammen die Verteidigungsindustrie entwickeln wollen, spezielle Bedingungen anzubieten», teilte Selenskyj in seinem Kanal im Nachrichtendienst Telegram mit. Die Mitglieder der Allianz sollten gemeinsam mit der Ukraine ein Arsenal aufbauen.

    Das in seiner Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg bisher überwiegend vom Westen mit Waffen belieferte Land will künftig den Grossteil der Rüstungsgüter selbst produzieren. Dafür werde die Ukraine einen speziellen Verteidigungsfonds einrichten, um neben den staatlichen Verteidigungsausgaben zusätzliche wirtschaftliche Ressourcen zu schaffen, sagte Selenskyj.

    «Der Fonds wird mit den Dividenden von den staatlichen Verteidigungsaktiva und vom Gewinn aus dem Verkauf beschlagnahmter russischer Aktiva aufgefüllt», sagte Selenskyj. Bei dem Forum in Kiew waren Rüstungskonzerne auch aus Deutschland, den USA, Grossbritannien, Frankreich, der Türkei, Schweden, Tschechien und aus asiatischen Ländern sowie Australien vertreten. Die Rüstungsallianz gilt auch als eine Antwort der Ukraine auf das von Russland genannte Kriegsziel, das Land entmilitarisieren zu wollen.

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