«Sea-Watch 4» von italienischen Behörden in Palermo festgesetzt

    Keystone-SDA
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    Italien,

    Das deutsche Rettungsschiff «Sea-Watch 4» ist von den italienischen Behörden im Hafen von Palermo festgesetzt worden.

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    Seenotretter der «Sea-Watch 4» retten mehr als 40 Bootsmigranten. - STR/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die «Sea-Watch 4» wurde im Hafen von Palermo festgesetzt.
    • Laut Behörden entspricht die Rettung von Menschen nicht der Registrierung.
    • Die Betreiber sprechen von «fadenscheinigen Begründungen».

    Die Behörden kontrollierten das private Hilfsschiff «Sea-Watch 4» nach Angaben der Betreiber im Hafen von Palermo elf Stunden lang und trafen anschliessend in der Nacht zum Sonntag die Entscheidung, das Schiff festzusetzen. Nach Angaben des Bündnisses, das die Sea Watch betreibt, werfen die italienischen Inspektoren der «Sea-Watch 4» vor, dass die Rettung von Menschen nicht der Registrierung des Schiffes entspreche.

    «Die fadenscheinigen Begründungen zeigen erneut, dass es sich nicht um die Überprüfung der Schiffssicherheit handelt, sondern um eine gezielte Verhinderung ziviler Seenotrettung im zentralen Mittelmeer», sagte Philipp Hahn, Einsatzleiter auf der «Sea-Watch 4» in einer Mitteilung des Bündnisses United4Rescue vom Sonntag.

    Demnach sollen die deutschen Behörden Sea-Watch erst im Juli bestätigt haben, dass das Schiff alle Sicherheitsvorgaben erfülle.

    Italy Migrants
    Migranten auf der «Sea-Watch 4». - keystone

    Fünfte Festsetzung von zivilen Rettungsschiffen

    Laut United4Rescue ist es bereits das fünfte Mal, dass ein ziviles Rettungsschiff festgesetzt wird. 2019 war die «Sea-Watch 3» fast sechs Monate lang beschlagnahmt worden. Die «Sea-Watch 4» war zuletzt bei einem Rettungseinsatz im Mittelmeer unterwegs, anschliessend absolvierte die Crew eine zweiwöchige Quarantäne vor dem Hafen von Palermo. Die «Sea-Watch 4» wird von einem breiten Bündnis von Helfern betrieben, unter ihnen auch die Evangelische Kirche.

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