Schweizerin liegt 2 Monate tot im Bett – Mann und Sohn melden nichts

Aaron Studer
Aaron Studer

Italien,

Eine Schweizerin (65) wird in Italien tot in ihrem Haus aufgefunden. Der Nachbar alarmierte die Polizei. Mann und Sohn hätten nicht informiert.

ssdf
Die Schweizerin lebte offenbar eher zurückgezogen. (Symbolbilder) - keystone/googlemaps

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Schweizerin wurde tot in ihrem Haus im Osten Italiens aufgefunden.
  • Obwohl Vater und Sohn es nicht meldeten: Die Ermittler schliessen Fremdverschulden aus.
  • Bei Reinigungsarbeiten wurde zudem eine grosse Menge Bargeld im Haus gefunden.

Eine 65-jährige Schweizerin hat in Italien offenbar mindestens zwei Monate lang tot in ihrem Haus gelegen.

Weder ihr Ehemann (74) noch ihr Sohn (43) informierten die Behörden. Entdeckt wurde der Fall erst durch einen aufmerksamen Nachbarn.

Das Haus befindet sich im Ortsteil Troviggiano. Dieser gehört zur Gemeinde Cingoli im Osten Italiens. Die Gegend gilt als abgelegen.

Der Nachbar schlug Alarm, weil er die Frau wochenlang nicht mehr gesehen hatte. Daraufhin rückten die Carabinieri aus. Sie fanden die Leiche im Schlafzimmer des Hauses.

Zeitgleich meldeten sich auch Mitarbeitende des Sozial- und Gesundheitsdienstes, da der Sohn seit Monaten nicht zu Therapieterminen erschien.

Laut dem regionalen Blatt «Corriere Adriatico» befand sich die Leiche in einem fortgeschrittenen Verwesungszustand.

Arbeiter finden viel Bargeld in Couverts

Nach der Entdeckung der Toten wurde das Haus gereinigt und desinfiziert. Dabei machten die Arbeiter einen unerwarteten Fund. In Schubladen und Schränken lagen weisse Couverts, gefüllt mit Bargeld.

Bargeld
Laut Ermittlungen handelte es sich bei dem Bargeld der Ersparnisse der Familie. (Symbolbild) - keystone

Insgesamt kamen rund 136'000 Euro zusammen. Dabei handelt es sich vermutlich um Ersparnisse der Familie. Die Arbeiter übergaben das Geld der Polizei.

Die Polizei händigte den Betrag anschliessend dem Ehemann aus. Nach Abschluss der Reinigungsarbeiten sollen Vater und Sohn in das Haus zurückkehren.

Ermittler gehen von natürlichem Tod aus

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden gibt es keine Hinweise auf Fremdeinwirkung. Die Ermittler gehen derzeit von einem natürlichen Tod aus.

Warum Ehemann und Sohn den Tod nicht meldeten, ist bislang unklar. Jedoch: Laut italienischen Medienberichten, die sich auf die Ermittlungsbehörden berufen, schliessen die Ermittler finanzielle Motive aus.

Der Sohn soll vom psychiatrischen Dienst betreut worden sein. Vater und Sohn befinden sich derzeit im Spital.

Nachbarn zeigen sich bestürzt

Der Fall löste in der kleinen Ortschaft Bestürzung aus. Anwohner berichten, dass die Familie ein zurückgezogenes Leben geführt habe.

Der ehemalige Kellner und seine Frau hatten keinen Hausarzt und standen kaum mit der Aussenwelt in Kontakt.

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Diese dauern laut Medienberichten noch an. Ob strafrechtliche Konsequenzen für den Ehemann oder den Sohn folgen, ist derzeit offen.

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Kommentare

User #5647 (nicht angemeldet)

Sehr traurig 😞

User #5919 (nicht angemeldet)

Vermutlich ist auch der üble Geruch im Hause zu lästig geworden, nicht nur weil man die Person seit längerem nicht gesehen hatte.....

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