Schulleitungen berichten von mehr Krankheitsausfällen

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    Deutschland,

    Eine Umfrage deutet darauf hin, dass es seit Pandemiebeginn mehr Krankmeldungen von Lehrerinnen und Lehrern gibt. Aber nicht nur Corona ist demnach ein Grund.

    Eine Lehrerin in einer Grundschule. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
    Eine Lehrerin in einer Grundschule. Foto: Sebastian Gollnow/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Fast alle Schulleitungen in Deutschland berichten von zusätzlichen Belastungen der Lehrkräfte durch die Corona-Pandemie - und viele sind der Ansicht, dass krankheitsbedingte Ausfälle des Personals an Schulen in den vergangenen Jahren zugenommen haben.

    In einer am Montag vorgelegten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Bildungsgewerkschaft VBE gaben 97 Prozent der Schulleiterinnen und Schulleiter an, dass sich ihrer Ansicht nach in der Zeit der Corona-Pandemie die Anforderungen an das Kollegium nochmals gesteigert hätten.

    Mehr Schulleitungen als noch bei der letzten Befragung 2019 waren ausserdem der Ansicht, dass längere Krankheitsausfälle bei Lehrkräften zugenommen haben. 50 Prozent hatten demnach den Eindruck, die Zahl der Kolleginnen und Kollegen, die langfristig wegen psychischer oder physischer Erkrankungen ausgefallen sind, habe in den vergangenen Jahren zugenommen. 2019 waren 36 Prozent der Meinung, Ausfälle wegen physischer Erkrankungen hätten zugenommen und 37 Prozent sahen eine Zunahme bei Ausfällen wegen psychischer Erkrankungen.

    Von 84 auf 89 Prozent gestiegen ist auch der Anteil der Schulleiterinnen und Schulleiter, die für «fast alle» oder «die meisten» Lehrkräfte Mehrbelastungen durch «neue Herausforderungen und Anforderungen im Schulalltag, z. B. durch Inklusion, Integration oder andere Entwicklungen» sahen.

    «Die anhaltende Überlastung bereits vor Corona und der enorme Mehraufwand in der Pandemie machen die Lehrkräfte zunehmend krank», sagte der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann. «Wenn nicht schleunigst ein Umdenken stattfindet, die Schulen bedarfsgerecht finanziert werden und der Lehrkräftemangel angegangen wird, wird das «Kartenhaus Schule» über kurz oder lang zusammenbrechen.»

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