Nach Schiffsunglück: Leiche 100 km von Budapest geborgen

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    Ungarn,

    Nach dem Schiffsunglück in Budapest sind zwei weitere Leichen gefunden worden. Wann kann das gesunkene Schiff für die Bergung vorbereitet werden?

    Ungarische Suchteams beim Einsatz: Sechs Tage nach dem schweren Unglück auf der Donau bemühen sich Einsatzkräfte weiter um die Bergung des Wracks. Foto: Laszlo Balogh/AP
    Ungarische Suchteams beim Einsatz: Sechs Tage nach dem schweren Unglück auf der Donau bemühen sich Einsatzkräfte weiter um die Bergung des Wracks. Foto: Laszlo Balogh/AP - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Fünf Tage nach dem schweren Unglück auf der Donau mit mindestens neun Toten sind zwei weitere Leichen gefunden worden.

    Ein Toter wurde am Vormittag nahe der Ortschaft Harta, 100 Kilometer südlich von Budapest, aus dem Wasser gezogen und als Opfer der Schiffskatastrophe identifiziert.

    Die zweite Leiche bargen am selben Tag Taucher, als sie das Wrack des Unglücksschiffs unter der Budapester Margaretenbrücke untersuchten, bestätigten Behördensprecher.

    Zu dem Unglück in Budapest war es am letzten Mittwoch gekommen, als das kleine Ausflugsschiff «Hableany» («Nixe») mit dem wesentlich grösseren Flusskreuzfahrtschiff «Viking Sigyn» zusammenstiess. An Bord waren eine 33-köpfige Reisegruppe aus Südkorea und zwei ungarische Besatzungsmitglieder.

    Die Leichen von sieben Südkoreanern wurden unmittelbar nach der Katastrophe aus der Donau geborgen. Sieben Südkoreaner konnten gerettet werden. 19 Menschen gelten als vermisst, für sie bestand am Montag so gut wie keine Hoffnung mehr. Der ukrainische Kapitän der «Viking Syring» war am letzten Wochenende verhaftet worden. Die ungarische Staatsanwaltschaft beschuldigt ihn der Gefährdung der Schifffahrt mit massenhafter Todesfolge.

    Ungarische und südkoreanische Einsatzkräfte setzten am Montag ihre Bemühungen fort, um zu dem in neun Meter Tiefe liegenden Wrack der «Hableany» vorzudringen. In dessen Innerem werden weitere Tote vermutet.

    Starke Strömungen in der Donau verhinderten bislang, dass Spezial- und Marinetaucher das gesunkene Schiff für die Bergung vorbereiten konnten. Am Montag fanden deshalb nur Tauchgänge zur Sondierung statt, erklärte der ungarische Einsatzleiter.

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