Russland: Ukraine greift wieder mit ATACMS-Raketen an

    Keystone-SDA
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    Die Ukraine setzt laut Angaben wieder US-Raketen gegen Russland ein, diesmal trifft es die Region Woronesch.

    ATACMS
    Das russische Verteidigungsministerium bestätigte Angaben des ukrainischen Generalstabs zum Einsatz dieser weitreichenden Raketen. Insgesamt seien vier ATACMS zerstört worden. (Archivbild) - dpa

    Die Ukraine hat erstmals wieder mit US-Raketen vom Typ ATACMS im russischen Hinterland angegriffen – diesmal die Region Woronesch. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte Angaben des ukrainischen Generalstabs zum Einsatz dieser weitreichenden Raketen. Insgesamt seien vier ATACMS zerstört worden.

    Dem Ministerium in Moskau zufolge wurden durch Trümmer abgeschossener Raketen das Dach eines gerontologischen Zentrums, ein Heim für Waisen und ein Privatgrundstück getroffen. Es gebe weder Tote noch Verletzte in der Zivilbevölkerung.

    Kiew hatte die Angriffe gegen militärische Objekte im russischen Hinterland am Dienstag bekannt gemacht, ohne Details zu nennen. In Woronesch liegt laut Medien ein Militärflugplatz, von dem Angriffe auf die Ukraine mit Kampfjets vom Typ Su-34 geflogen werden.

    Moskaus Behauptungen und Trumps Rolle

    Das Ministerium in Moskau behauptete dagegen, dass Kiew zivile Objekte mit den US-Raketen angegriffen habe. US-Präsident Donald Trump hatte Medien zufolge nach einem Treffen mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj im September die Bereitschaft erklärt, die Beschränkungen für den Einsatz weitreichender US-Raketen aufzuheben.

    Es handelt sich laut russischen Medien nun um den ersten Einsatz der ATACMS-Raketen seit Trumps Amtsantritt. Unter Trumps Vorgänger Joe Biden hatte es bereits solche Angriffe gegen Ziele in Russland gegeben.

    Russische Gegenmassnahmen und ukrainische Verluste

    Nach russischen Angaben wurden alle ATACMS-Raketen durch die Flugabwehr abgeschossen. Das Ministerium veröffentlichte zunächst nicht überprüfbare Fotos, die Überreste der vernichteten Raketen zeigen sollen.

    Zugleich behauptete das russische Verteidigungsministerium, es habe erfolgreich einen Gegenschlag mit Iskander-Raketen gegen die Startrampen für die US-Raketen im ukrainischen Gebiet Charkiw ausgeführt. Die Anlagen seien zerstört worden, hiess es.

    Eine Bestätigung von ukrainischer Seite für die Zerstörung der Anlagen lag nicht vor. Allerdings gab es im Gebiet Charkiw nach russischen Angriffen mehr als 30 Verletzte, schwere Zerstörungen an Gebäuden und ausgebrannte Autos. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als dreieinhalb Jahren mit westlicher Militärhilfe gegen den russischen Angriffskrieg.

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