Russland meldet ukrainischen Militäreinsatz nahe AKW Saporischschja

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Moskau beschuldigt die Ukraine, das AKW Saporischschja trotz Anwesenheit der IAEA-Experten zurückerobern zu wollen.

    saporischschja
    HANDOUT - Das von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zur Verfügung gestellte Handout zeigt IAEA-Experten bei der Ankunft am Atomkraftwerk Saporischschja. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Moskau beschuldigt die Ukraine eines Militäreinsatzes nahe des AKW Saporischschja.
    • An der Aktion sollen 250 Soldaten beteiligt gewesen sein.
    • In dem Atomkraftwerk befinden sich derzeit auch die IAEA-Experten.

    Rund um das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja in der Südukraine bleibt die Lage weiter unübersichtlich. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau beschuldigte am Samstag die ukrainische Armee, trotz der Anwesenheit internationaler Atomexperten das AKW zurückerobern zu wollen. An der Aktion seien 250 Soldaten und «ausländische Söldner» beteiligt gewesen.

    Die russische Armee will den Angriff abgewehrt und dabei mehrere Boote zerstört haben. Laut Verteidigungsministerium in Moskau sollen 47 «Militante» getötet worden. Diese Angaben liessen sich nicht von unabhängiger Seite überprüfen.

    Stromleitungen beschädigt

    Das ukrainische Militär beschuldigte wiederum Russland, es habe in der Nacht zum Samstag Angriffe in Richtung Saporischschja vorgenommen. Einzelheiten wurden in dem Armeebericht aber nicht genannt. Der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge soll bei Beschuss eine Stromleitung beschädigt worden sein. Deshalb sei die Stromversorgung in das nicht von Russland besetzte Gebiet unterbrochen worden.

    Ukraine Krieg
    Das Kernkraftwerk Saporischschja steht im Südosten der Ukraine. Russische Truppen kontrollieren das Gebiet. - Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

    Seit Donnerstag hält sich in dem AKW eine Expertengruppe der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) auf, um die Anlage auf mögliche Schäden hin zu untersuchen.

    Das Kernkraftwerk Saporischschja geriet Anfang März unmittelbar nach dem russischen Einmarsch unter Kontrolle Moskaus. Mehrfacher Beschuss des Kraftwerksgeländes und der benachbarten Stadt erhöhten international Ängste vor einer möglichen Atomkatastrophe. Russland und die Ukraine beschuldigen sich gegenseitig. Das AKW ist mit seinen sechs Blöcken und einer Nettoleistung von 5700 Megawatt das grösste Atomkraftwerk Europas. Vor der Ende Februar gestarteten russischen Invasion arbeiteten mehr als 10 000 Menschen in dem AKW.

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