Nach eigenen Angaben greifen die Russen weiter die ukrainischen Truppen im Gebiet Donezk an. Seit Monaten verteidigen die Ukrainer ihr Gebiet.
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Ukrainische Soldaten an der Frontlinie in Donezk im Ukraine-Krieg. - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • In Donezk greift Russland weiterhin die ukrainischen Truppen an.
  • Dies laut eigenen Angaben des russischen Verteidigungsministeriums in Moskau.
  • Ein Stück weiter nördlich wehren die Russen Angriffe ab.

Das russische Militär greift nach eigenen Angaben an der Front im Gebiet Donezk weiter die ukrainischen Truppen an. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Lagebericht des russischen Verteidigungsministeriums in Moskau hervor. An dem Frontabschnitt im Gebiet Donezk wird seit Monaten um die von den Ukrainern verteidigten Städte Bachmut und Awdijiwka gekämpft.

Das russische Militär zählte umliegende Orte wie Werchnokamjanske, Andrijiwka und Wodjane auf, die auch aus der Luft angegriffen worden seien.

Die Angaben decken sich mit den Berichten des Kiewer Generalstabs, der massive russische Truppenkonzentrationen an diesen Abschnitten verzeichnet. Das US-amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW) zog allerdings in Zweifel, dass Russland mit seiner Offensive bei Bachmut vorankommt.

Russen seien in der Defensive

Ein Stück weiter nördlich bei den Städten Kupjansk und Lyman wehrten russische Truppen nach Moskauer Angaben ukrainische Angriffe ab. Das passt zu ukrainischen Angaben, dass dort die Russen in der Defensive seien.

Am Dienstagmittag wurde über der gesamten Ukraine Luftalarm ausgelöst, der in der Hauptstadt Kiew zwölf Minuten dauerte. Angaben über tatsächliche Raketeneinschläge gab es zunächst nicht. Die Ukraine befürchtet aber seit Tagen eine ähnlich massive Attacke mit Langstreckenraketen. Wie vergangene Woche, als fast im ganzen Land die Stromversorgung zusammenbrach.