Der britische Geheimdienst meldet, dass sich erste russische Einheiten wegen zu vielen Verletzten und logistischen Problemen aus der Ukraine zurückziehen.
Ukraine-Krieg
Ukraine-Krieg: Ein ukrainischer Soldat inspiziert einen zerstörten russischen Schützenpanzer in Charkiw. Laut offiziellen russischen Angaben sind 1351 Russen-Soldaten im Ukraine-Krieg gefall - Efrem Lukatsky/AP/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem britischen Geheimdienst müssen sich erste russische Truppen zurückziehen.
  • Dabei sollen sich die Soldaten in Russland und Belarus reorganisieren.
  • Grossbritannien rechnet damit, dass nun noch mehr Raketenangriffe folgen werden.

Nach Einschätzung britischer Geheimdienste haben sich russische Einheiten nach schweren Verlusten in der Ukraine nach Belarus und Russland zurückgezogen. Dabei geht es, um den Nachschub zu organisieren und sich neu aufzustellen.

Daran zeigten sich die Schwierigkeiten, die Russland bei seinem Vormarsch in der Ukraine habe. Das teilte das britische Verteidigungsministerium unter Berufung auf Geheimdienstinformationen am Mittwochmorgen mit.

Der teilweise Rückzug erhöhe den Druck auf die im Land verbleibende russische Logistik.

Mehr Raketenangriffe für geschwächte Bodentruppen zu kompensieren

Man rechne damit, dass Moskau seine geschwächte Kampfstärke am Boden durch verstärkte Raketenangriffe kompensieren werde, hiess es weiter. Der Fokus auf die Ostukraine sei «ein stillschweigendes Eingeständnis», dass Moskau Probleme habe, auf anderen Achsen Fortschritte zu erzielen.

Schon vor Kriegsbeginn am 24. Februar hat London damit begonnen, in ungewöhnlich offener Art und Weise Geheimdienstinformationen mit der Öffentlichkeit zu teilen. Seit Wochen veröffentlicht die Regierung nun tägliche Einschätzungen zum Verlauf des Angriffskrieges.

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