Rheinmetall peilt Milliardengeschäft in Spanien an

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Bern,

Für den Bau von Militär-Lastwagen und anderen Rüstungsgütern sucht Deutschlands grösste Waffenschmiede Rheinmetall den Schulterschluss mit dem spanischen Technologiekonzern Indra. Rheinmetall-Chef Armin Papperger und Indra-Chef Ángel Escribano haben eine Absichtserklärung für eine Zusammenarbeit unterzeichnet.

Rheinmetall
Rheinmetall peilt Milliardengeschäft in Spanien an. - keystone

Als nächster Schritt soll noch in diesem Jahr ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, um bei einer Ausschreibung der spanischen Armee für die Beschaffung von bis zu 3000 Militär-Lastwagen mitzumachen. Ausserdem nehmen die beiden Firmen eine spanische Ausschreibung für gepanzerte taktische Fahrzeuge ins Visier, auch der Bau von Kampfpanzern ist möglich.

Rheinmetall arbeitet im Service-Geschäft bereits mit Indra zusammen: Die Deutschen kümmern sich um Leopard-Panzer in Reihen der spanischen Armee.

«Indra ist Marktführer in Spanien und Rheinmetall ist Marktführer in Deutschland», sagte Rheinmetall-Chef Papperger der Nachrichtenagentur DPA. «Wir wollen bei Fahrzeugen, Satelliten, Elektronik und dem Marinebereich zusammenarbeiten.» So könne man Elektronik von Indra in Rheinmetall-Fahrzeuge einbauen. «Wir sprechen von einigen Milliarden Euro

Das Gemeinschaftsunternehmen soll in Spanien seinen Sitz haben, auch die Produktion wäre dort. «Wir werden Jobs für mindestens 500 bis 700 Jobs schaffen», so Papperger. Das wäre aber erst der Anfang, künftig könnte diese Beschäftigtenzahl steigen.

Indra stellt Sensorik und andere Elektronik etwa für Flugzeuge, Militärfahrzeuge, Schiffe und Weltraum-Satelliten her. Die Firma aus Madrid kam im vergangenen Jahr mit rund 62.000 Beschäftigten auf einen Konzernumsatz von rund 5,5 Milliarden Euro. Von dem Umsatz entfallen 1,4 Milliarden Euro auf die Verteidigungssparte, was ein Plus von mehr als einem Drittel war – so stark wuchs keine andere Konzernsparte.

Zum Vergleich: Rheinmetall machte im vergangenen Jahr mit 33.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 9,9 Milliarden Euro, was ein Plus von 29 Prozent gewesen war. Rheinmetall stellt Panzer, Artillerie, Munition, Militär-Lastwagen und Drohnen her. Die Firmenzentrale ist in Düsseldorf und das grösste Werk im niedersächsischen Unterlüss.

Kommentare

User #6401 (nicht angemeldet)

Das wird den Merz und die Strack-Zimmermann freuen - der Rubel rollt....

User #2459 (nicht angemeldet)

Das sind unethische Geschäfte. Aber was interessiert solche Leute Ethik und Moral wenn die Moneten rollen?

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