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    Radioaktive Paste soll weissen Hautkrebs heilen

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    Deutschland,

    Hautkrebs mit einer radioaktiven Paste heilen – was etwas nach Science Fiction klingt, wollen Rostocker Wissenschaftler geschafft haben.

    Hautkrebs
    Nuklearmediziner Martin Heuschkel trägt radioaktive Paste beim Patienten Rainer Schnabel auf, die einen Hautkrebs-Tumor abtöten soll. - Unimedizin Rostock/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit einer radioaktiven Paste soll Hautkrebs geheilt werden können.
    • Wissenschaftler aus dem deutschen Rostock haben eine entsprechende Studie durchgeführt.

    Rostocker Wissenschaftler haben weissen Hautkrebs nach eigenen Angaben erfolgreich mit radioaktiver Paste behandelt. Im Rahmen der deutschlandweit einmaligen Studie seien 22 Patienten behandelt worden, teilte die Universitätsmedizin Rostock (UMR) diese Woche mit.

    «Alle teilnehmenden Patienten zeigten ein Ansprechen, und die meisten waren langfristig geheilt», wird der Dermatologe Steffen Emmert zitiert. Ralf Gutzmer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie, sagte, es handele sich um ein neues Verfahren, das weiter evaluiert werden müsse.

    Weisser Hautkrebs ist ein Oberbegriff für bestimmte Hauttumore, die sich vom schwarzen Hautkrebs (dem Melanom) unterscheiden. Sonne beziehungsweise UV-Strahlung ist der wichtigste Risikofaktor. Die Untersuchung ist noch nicht in einem von Experten begutachteten Fachmagazin veröffentlicht.

    Behandlung nur erfolgreich, wenn Krebs frühzeitig erkannt wird

    Im Rahmen der Behandlung werde der UMR zufolge eine gräuliche, unscheinbar wirkende Paste mit einem speziellen Gerät aufgetragen. Umliegendes Gewebe wird den Angaben zufolge mit einer Folie abgeklebt, um es vor radioaktiver Strahlung zu schützen. Die lokale Bestrahlung töte die Tumorzellen. Demnach genügt eine einmalige ambulante Behandlung, bei der die Paste ein bis zwei Stunden einwirkt.

    In den folgenden Wochen komme es zu Entzündungen, Juckreiz und Brennen. Mit dem Abklingen normalisiere sich das Hautbild und der Hautkrebs sei weg. Die Behandlung sei allerdings nur erfolgreich, wenn der Krebs frühzeitig erkannt werde und noch nicht zu tief eingedrungen sei.

    Auf der Basis von Studiendaten bleibe abzuwarten, welchen Platz die neue Technik unter Berücksichtigung von Aufwand, Kosten, Nebenwirkungen und Effektivität findet neben den etablierten Verfahren wie etwa Operation und Strahlentherapie, sagte Gutzmer. Nach Angaben der UMR soll die Studie auf dem Deutschen Hautkrebskongress im September präsentiert werden. Man suche nach weiteren 25 Patienten im Rahmen einer weltweiten Studie.

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