Putin wirft ukrainischem Präsidenten Lügen vor

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Der russische Präsident Wladimir Putin bezichtigt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Zusammenhang zum Ost-Ukrain-Konflikt der Lügen.

    Ukraine Krieg
    Russlands Staatschef Wladimir Putin (l) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wladimir Putin macht öffentlich Stimmung gegen den ukrainischen Staatspräsidenten.
    • Der russische Präsident wirft ihm die Nichteinhaltung gemachter Wahlversprechen vor.
    • Dabei bezieht sich Putin auf den Konflikt um die Ostukraine.

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj im Konflikt um die Ostukraine Lügen vorgeworfen. Selenskyj sei 2019 mit dem Wahlversprechen angetreten, der umkämpften Region Frieden zu bringen.

    «Die Versprechen haben sich als Lüge herausgestellt», schreibt Putin in einem am Montag vom Kreml veröffentlichten grossen Aufsatz zur «Historischen Einheit von Russen und Ukrainern».

    Selenskyj
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj - AFP

    Der Beitrag erschien auch auf Ukrainisch, während Selenskyj in Deutschland Gespräche führte. Putin vertritt darin die von Selenskyj zurückgewiesene These, dass Russen und Ukrainer ein Volk seien.

    Der Kremlchef zeichnet in dem Artikel die Geschichte mehrerer Jahrhunderte nach und schlägt den Bogen zur Gegenwart.

    Putin wirft Selenskyj Förderung von «Russenfeindlichkeit» vor

    Vor allem beklagt er, dass die Ukraine heute «Russenfeindlichkeit» zur Staatspolitik mache und vom Westen gesteuert werde. Nach seiner Darstellung ist die «Schaffung eines ethnisch sauberen ukrainischen Staats, der aggressiv gegen Russland eingestellt ist, hinsichtlich seiner Folgen vergleichbar mit der Anwendung einer Massenvernichtungswaffe gegen uns».

    wladimir putin ukraine krieg
    Der russische Präsident Wladimir Putin. (Symbolbild) - Keystone

    Vor diesem Hintergrund meint Putin, die Ostukrainer hätten in den Gebieten Donezk und Luhansk zu den Waffen gegriffen, «um ihre Häuser, ihre Sprache, ihr Leben zu schützen».

    «Russland hat alles getan, um den Brudermord zu stoppen.» Es sei ein Friedensplan in Minsk ausgehandelt worden, der bisher nicht umgesetzt wurde, aber alternativlos sei, schreibt Putin.

    Putin: Ukraine inszeniere sich als Opfer

    Die Ukraine bevorzuge es vielmehr, sich als «Opfer einer äusseren Aggression» darzustellen, um die Aufmerksamkeit des Westens auf sich zu ziehen. Zugleich sichert Putin in dem Beitrag den Menschen in den selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk Unterstützung zu und zeigt sich offen für einen Dialog mit der Ukraine.

    Er sei überzeugt, «dass eine echte Souveränität der Ukraine nur in einer Partnerschaft mit Russland möglich ist». Millionen Russen und Ukrainer seien familiär miteinander verbunden. «Zusammen waren und sind wir immer stärker und erfolgreicher gewesen.»

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