Putin will Ukraine befristet unter UN-Verwaltung stellen

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Wladimir Putin will die Ukraine unter UN-Verwaltung stellen, damit Neuwahlen möglich sind. Mit der neuen ukrainischen Regierung wolle er den Frieden verhandeln.

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    «Wo der Fuss eines russischen Soldaten steht, das gehört uns», sagt Putin. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wladimir Putin will die Ukraine unter befristete Verwaltung der UN stellen.
    • Dadurch sollen Wahlen durchgeführt werden können.
    • Russland pocht schon lange auf Neuwahlen, die Kiew wegen des Angriffes nicht durchführt.

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat vorgeschlagen, die von ihm angegriffene Ukraine unter Verwaltung der Vereinten Nationen zu stellen, um Wahlen durchzuführen.

    «So eine Praxis gibt es und im Prinzip kann man natürlich die Möglichkeit einer zeitweisen UN-Verwaltung mit den USA, den europäischen Staaten und – versteht sich – auch mit unseren Partnern und Freunden erörtern», sagte Putin bei einem Gespräch mit Matrosen eines Atom-U-Boots. Ziel sei die Durchführung demokratischer Wahlen, bei der eine handlungsfähige Regierung für einen Friedensschluss an die Macht komme.

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    Wladimir Putin spricht vor Matrosen in Murmansk. - keystone

    «Mit dieser beginnen wir dann Verhandlungen über einen Friedensvertrag, unterzeichnen legitime Dokumente, die weltweit anerkannt werden und sicher und stabil sind», sagte Putin.

    Die Forderung nach einer Fremdverwaltung für die Ukraine bedient gleich zwei Argumentationsmuster des Kremls. So behauptet Moskau, dass die Ukraine ein gescheiterter Staat sei, in dem nationalsozialistische Gruppierungen die Macht ergriffen hätten.

    Die zweite These geht dahin, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Ablauf seiner Amtszeit im vergangenen Jahr kein Mandat mehr besitze. Ukrainischen Juristen zufolge ist die Verlängerung der Vollmachten aber durch das Kriegsrecht gedeckt. International wird er ebenso weiterhin als Präsident anerkannt. Auch weil Neuwahlen im Land wegen der Besetzung grosser Gebiete durch Russland nicht durchführbar sind.

    Putin: Diplomatie nicht um jeden Preis, Russland gewinnt auch so

    Putin betonte erneut, dass Russland eine friedliche Lösung bevorzuge – «allerdings nicht auf unsere Kosten». Er sei bereit, zu verhandeln – auch mit den Europäern. Russland werde sich aber nicht betrügen lassen.

    Militärisch gab sich der Kremlchef einmal mehr siegesgewiss. Schon jetzt hätten die russischen Streitkräfte 99 Prozent des Gebiets Luhansk und jeweils mehr als 70 Prozent der ebenfalls von Moskau annektierten Gebiete Donezk, Cherson und Saporischschja erobert.

    Die ukrainischen Truppen ständen kurz vor der totalen Niederlage, behauptete Putin «Es gibt Grund anzunehmen, dass wir ihnen den Gnadenstoss geben.»

    Kommentare

    User #1396 (nicht angemeldet)

    Komiker aus Kiew soll Wahlen abhalten die er zu 100% verlieren wird

    User #2761 (nicht angemeldet)

    Da hat aber S. sicher was dagegen, dann ist er nämlich weg.

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