Derzeit findet das 25. Wirtschaftsforum in St. Petersburg statt. Auch Putin soll eine Rede halten, in der er wahrscheinlich die Sanktionen behandelt.
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Eine Arbeiterin säubert ein Rednerpodium am Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Putin ist präsent auf dem Bildschirm hinter ihr abgebildet. (AP Photo/Dmitri Lovetsky) - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Putin wird am Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg sprechen.
  • Es wird erwartet, dass er die Sanktionen erneut aus illegal bezeichnet.

Unter dem Eindruck beispielloser westlicher Sanktionen gegen Russland hält Kremlchef Wladimir Putin an diesem Freitag beim 25. Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg eine Rede zu den Perspektiven der Rohstoffgrossmacht.

Erwartet wird, dass Putin einmal mehr die Strafmassnahmen gegen das Land als illegal kritisiert. Der Westen will mit den Sanktionen erreichen, dass Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine beendet.

Putin hatte wiederholt erklärt, dass der Druck der EU und der USA ins Leere laufe und Russland wegen der hohen Preise für Öl und Gas auf dem Weltmarkt gerade besonders hohe Einnahmen erziele.

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Denis Puschilin, der Präsident der international nicht anerkannten Volksrepublik Donetsk am Wirtschaftsforum in St. Petersburg. EPA/ANATOLY MALTSEV - Keystone

Auch die nationale Währung hat sich nach einem Wertverlust gegenüber dem Dollar und Euro zu Beginn des Krieges vor fast vier Monaten nun deutlich erholt. Der Rubel ist inzwischen so stark wie seit Jahren nicht mehr.

Auch Teilnehmer aus sanktionierenden Staaten sollen dabei sein

Wegen der Sanktionen hatten sich zahlreiche westliche Firmen, darunter deutsche Unternehmen, aus Russland verabschiedet. Die Organisatoren sprechen von Teilnehmern aus 115 Ländern in diesem Jahr. Im Rekordjahr 2020 waren es demnach 19'000 Teilnehmer aus 145 Staaten gewesen.

Unternehmer haben diesmal die Möglichkeit, anonym an dem Forum teilzunehmen, um nicht im Zuge der Sanktionspolitik des Westens mit Strafen belegt zu werden. Medien zufolge sind auch Teilnehmer aus Frankreich, Italien, Kanada und den USA angemeldet.

Ehrengäste in diesem Jahr sind etwa der Präsident Kassym-Schomart Tokajew der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik Kasachstan, die Taliban aus Afghanistan und die als Terroristen von der Ukraine verfolgten Separatistenführer aus den von Russland anerkannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk. Treffen wird sich Putin auch mit russischen Medienvertretern, darunter mit Kriegsreportern.

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