Polizei: Grösster Kokainschmugglerring Europas zerschlagen

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    Spanien,

    Die Ermittlungen liefen jahrelang, dann schlug die Polizei gegen eine internationale Rauschgiftbande zu. Viele Verdächtige wurden verhaftet, Geld und Drogen in grossen Mengen sichergestellt.

    Das Kokain kam aus Südamerika (Symbolbild). Foto: Christian Charisius/dpa
    Das Kokain kam aus Südamerika (Symbolbild). Foto: Christian Charisius/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die spanische Polizei hat in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Deutschland und anderen Ländern den nach eigenen Angaben grössten Schmugglerring für Kokain Europas zerschlagen.

    Dabei seien insgesamt 61 Verdächtige vor allem aus Balkanländern festgenommen worden, 13 in Spanien und die meisten anderen in Slowenien, teilte die Polizei auf Nachfrage mit. Zudem seien in Spanien 2,7 Tonnen Kokain und in der Karibik 1,3 Tonnen Kokain beschlagnahmt und an verschiedenen Orten zweieinhalb Tonnen Marihuana und 600.000 Euro Bargeld sichergestellt worden. Die Festnahmen seien bereits im März erfolgt.

    An den jahrelangen Ermittlungen unter Leitung der europäischen Polizeibehörde Europol seien neben Polizisten aus Spanien und Deutschland auch Kollegen aus Kroatien, Slowenien und Serbien sowie Kolumbien und US-Beamte beteiligt gewesen. Bei den Mitgliedern der Bande habe es sich vor allem um Bürger von Balkanländern wie Serbien, Kroatien und Montenegro gehandelt. Die Festnahmen in Spanien seien bereits im Frühjahr dieses Jahres in Barcelona, Madrid, Málaga, Tarragona, Girona und Valencia erfolgt.

    Die Bande habe grosse Mengen Kokain aus Südamerika nach Europa geschmuggelt und in verschiedenen Ländern Europas verteilt. Der Zugriff sei erfolgt, als eine Lieferung von 1,25 Tonnen Kokain, das von Brasilien aus auf dem Seeweg nach Europa gebracht worden war, in Spanien eintraf.

    Die Ermittlungen seien schwierig gewesen, weil die führenden Mitglieder der Gruppe hochmobil gewesen seien, nirgendwo dauerhaft lebten und schnell von Land zu Land gereist seien. Zudem habe die Bande über grosse finanzielle Möglichkeiten verfügt.

    Die Funktionen der einzelnen Mitglieder der Bande, ihre Reisen und Kontakte sowie der Weg der Drogen aus Südamerika bis in die einzelnen europäischen Länder sei in langwieriger Kleinarbeit nach und nach ermittelt worden. Nach Erkenntnissen der kolumbianischen Polizei betrieb die Bande auch Geldwäsche durch Spielerwechsel im Profifussball des südamerikanischen Landes.

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