Paracetamol-Challenge: Der Tiktok-Trend, der nie existierte?

    Seit Wochen gibt es Berichte rund um eine gefährliche Paracetamol-Challenge auf Tiktok. Doch wenn man das Medium durchkämmt, findet man fast nichts.

    TikTok Paracetamol Challenge
    Die TikTok Paracetamol Challenge verbreitete sich mutmasslich in Europa. - keystone

    Vor einigen Wochen berichteten zahlreiche Medien wie von einem besorgniserregendem Tiktok-Trend: Die Paracetamol Challenge führte zu Aufruhr unter Experten und Expertinnen.

    Wie «Brussels Times» berichtet, hat sogar das belgische Giftkontrollzentrum eine Warnung herausgegeben.

    Nutzt du TikTok?

    In der Challenge fordern sich Teenager mutmasslich gegenseitig heraus, Überdosen des Schmerzmittels Paracetamol einzunehmen. Ziel sei es, wer am längsten im Krankenhaus bleibt.

    Doch wie unter anderem der Faktencheck «Mimikama» und «ZDF logo» berichten, fehlen Beweise für die Existenz des Trends. Wenn man auf Tiktok «Paracetamol-Challenge» sucht, findet man lediglich Videos von Experten, die vor einer Überdosis warnen.

    TikTok-Paracetamol-Challenge alarmiert Behörden

    Wie Medien berichten, startete der Trend im Jahr 2023 in den USA und habe sich mutmasslich weltweit ausgebreitet. Auch in der Schweiz sind die Behörden alarmiert.

    Tiktok verliert vor Gericht.
    Aufgrund von Tiktok-Challenges sind schon mehrere Jugendliche gestorben. - Monika Skolimowska/dpa

    Wie «Swissinfo» meldet, haben mehrere Westschweizer Kantone Warnungen herausgegeben. Apotheken wurden zur erhöhten Wachsamkeit beim Verkauf an Jugendliche aufgerufen.

    Medizinische Risiken

    Obwohl die Challenge scheinbar nie existierte, ist die Warnung trotzdem von grosser Wichtigkeit. Denn die Auswirkungen von einer Überdosis Paracetamol können laut «Brussels Times» verheerend sein.

    Sie kann zu schweren Leberschäden, in den schlimmsten Fällen drohen Nierenversagen, Hirnfunktionsstörungen oder sogar der Tod.

    Woher das Gerücht zur Challenge stammt, ist nicht bekannt. Solche Warnungen können allerdings durchaus auch ein Problem darstellen: Durch den Input könnten Tiktok-Nutzer solche Trends starten, schreibt «Mimikama».

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    Kommentare

    User #4181 (nicht angemeldet)

    Müssen sich die Medien selbst korrigieren? Da seht ihr mal, was da abgeht.

    User #1199 (nicht angemeldet)

    Sind das die gleichen Experten die auch für das englische Königshaus zuständig sind und im Liebefeld beheimatet sind und lediglich Ihre Inkompetente Meinung abgeben?

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