Niedrigwasser am Rhein behindert Binnenschifffahrt
Niedrige Pegelstände im Rhein beeinträchtigen südlich von Köln (D) die Binnenschiffahrt. Es wurde so wenig transportiert, wie noch nie.

Das Wichtigste in Kürze
- Niedrigwasser am Rhein beeinträchtigt die Binnenschifffahrt und erhöht Frachtkosten.
- Wegen der tiefen Pegelstände müssen Containerschiffe die Ladung reduzieren.
- Das führt zu historisch niedrigen Transportmengen auf der wichtigen Wasserstrasse.
Das Niedrigwasser auf Deutschlands wichtigster Wasserstrasse Rhein behindert den Güterverkehr. Rohstoffhändler bestätigten, dass die niedrigen Pegelstände südlich von Duisburg und Köln den Verkehr behinderten.
«Die Binnenschifffahrt kann aktuell ihre volle Ladekapazität nicht mehr ausnutzen». Dies sagte der Vorstand der Schifffahrtsgenossenschaft DTG, Roberto Spranzi, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.
An der Engstelle Kaub bei Koblenz (D) fiel der Pegelstand auf 128 Zentimeter. Dies geht aus Daten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hervor. Bis zum Wochenende könnte er auf etwa 110 Zentimeter sinken, so die Abschätzung der deutschen Bundesanstalt für Gewässerkunde. Hier bedeuten Wasserstände von unter 135 Zentimeter, dass grosse Containerschiffe ihr Ladung spürbar reduzieren müssen – teils um die Hälfte.
Niedrigwasser erhöht Transportkosten
Der Rhein ist ein wichtiger Transportweg für Güter wie Getreide, Kohle, Benzin und Heizöl. Flaches Wasser führt zu Zuschlägen auf die Frachtraten und damit zu höheren Kosten. Der Chemiekonzern BASF hat sich deshalb nach den Belastungen 2018 mit speziellen Niedrigwasser-Schiffen gewappnet.
Die Binnenschifffahrt hat im vergangenen Jahr auch wegen der Beeinträchtigung durch das Niedrigwasser so wenig wie noch nie transportiert. 182 Mio. Tonnen an Gütern wurden auf den Wasserstrassen befördert. Das sind 6,4 Prozent weniger als 2021, wie das Statistische Bundesamt in Deutschland ermittelte.












