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    Neue Russland-Sanktionen der EU wirksam - Alfa Bank und Wagner-Gruppe

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Am Samstagabend wurden die neuen EU-Sanktionen gegen Russland wirksam. Sanktioniert wird unter anderem die Alfa-Bank.

    Menschen in Moskau stehen vor einem Geldautomaten der Alfa Bank Schlange. Foto: Victor Berzkin/AP/dpa
    Menschen in Moskau stehen vor einem Geldautomaten der Alfa Bank Schlange. Foto: Victor Berzkin/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die neuen EU-Sanktionen gegen Russland sind jetzt wirksam.
    • Auf der Sanktionsliste steht neu die Alfa-Bank.
    • Auch weitere Mitglieder der Wagner-Gruppe werden sanktioniert.

    Die EU hat ihre neuen Sanktionen gegen Russland in Kraft gesetzt. Sie wurden am Samstagabend mit der Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union wirksam. Unter anderem belegt die EU damit 87 weitere Personen und 34 Organisationen mit Strafmassnahmen, die nach Ansicht der EU auf die ein oder andere Weise zum russischen Krieg gegen die Ukraine beitragen. Darunter ist etwa die Alfa-Bank, die als Russlands grösstes Finanzinstitut in Privatbesitz gilt.

    Einreise-Verbote in die EU

    Ihre einflussreichsten Aktionäre stehen bereits seit dem vergangenen Jahr auf der EU-Sanktionsliste, darunter ist zum Beispiel der Milliardär und Gründer der Bank, Michail Fridman. Zudem sollen die Strafmassnahmen die Tinkoff Bank und die Rosbank treffen.

    Die Flaggen der Mitgliedsländer der Europäischen Union vor dem Europa-Parlament in Strassburg.
    Die Flaggen der Mitgliedsländer der Europäischen Union vor dem Europa-Parlament in Strassburg. - Rolf Haid/dpa

    Auch wurden unter anderem stellvertretende Minister, russische Regierungsbeamte, Verantwortliche für die Deportation und Zwangsadoption ukrainischer Kinder und neue Mitglieder des russischen Föderationsrats auf die Sanktionsliste gesetzt. Sie alle dürfen nicht mehr in die EU einreisen und etwaige Vermögen in der EU werden eingefroren.

    Insgesamt hat die EU nach Angaben des Rats der Mitgliedstaaten mittlerweile 1473 Personen und 205 Organisationen mit der Begründung auf die Sanktionsliste gesetzt, dass sie die territoriale Unversehrtheit, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine untergraben oder bedrohen.

    Sanktionen gegen elf weitere Wagner-Mitglieder

    Unter anderen Sanktionsregimen hat die EU nun zudem elf weitere Mitglieder und sieben Einrichtungen mit Strafmassnahmen belegt, die mit der russischen Söldnertruppe Wagner in Verbindung stehen. Einigen davon werden schwere Menschenrechtsverletzungen in der Zentralafrikanischen Republik und im Sudan vorgeworfen, andere gefährden demnach die Sicherheit oder die Stabilität in Mali. Zwei Personen wurden im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg sanktioniert. Ausserdem gehören zu dem Sanktionspaket unter anderem neue Exportbeschränkungen im Wert von mehr als 11 Milliarden Euro.

    Die ständigen Vertreter der EU-Staaten hatten sich bereits am Freitag, dem Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine, auf die neuen Sanktionen verständigt. Es ist das zehnte Sanktionspaket seit Februar vergangenen Jahres.

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