NATO

    Nato-Generalsekretär kritisiert China für Boykott von Friedensgipfel

    Nato-Chef Stoltenberg kritisiert Chinas Abwesenheit beim Friedensgipfel. Das Land ermögliche mit dem Handel, dass Russland den Ukraine-Krieg weiterführe.

    Bürgenstock
    Hier, auf dem Bürgenstock, wird im Juni eine Friedenskonferenz stattfinden. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • China wird dem Friedensgipfel auf dem Bürgenstock fernbleiben.
    • Nato-Generalsekretär Stoltenberg kritisiert dies, es spiegle Chinas Haltung wider.
    • Er wirft dem Land auch vor, Russland die Weiterführung des Krieges zu ermöglichen.

    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg kritisiert China für dessen Boykott der Ukraine-Friedenskonferenz in der Schweiz. «Es ist bedauerlich, dass China entschieden hat, nicht teilzunehmen», sagte der Norweger in einem Interview des NDR Info-Podcast «Streitkräfte und Strategien».

    Die Absage spiegele allerdings wider, was man schon zuvor gesehen habe: «Nämlich, dass China nicht in der Lage war, Russlands Invasion in die Ukraine zu verurteilen, die eine eklatante Verletzung des Völkerrechts darstellt.»

    stoltenberg
    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. - keystone

    Stoltenberg führte aus, die Chinesen hätten die Invasion nicht nur nicht verurteilt, direkt davor hätten Präsident Xi Jinping und Kremlchef Wladimir Putin sogar noch ein Abkommen unterzeichnet, in dem sie sich gegenseitig eine unbegrenzte Partnerschaft versprochen hätten.

    Seit der Invasion sehe man nun, wie China die russische Kriegswirtschaft aufpäppele, indem es fortschrittliche Technik, Mikroelektronik, Mikrochips und andere Ausrüstungen verkaufe. Diese seien für die Produktion von Raketen, Flugzeugen und Kampfpanzern in Russland unerlässlich. Damit werde es den russischen Streitkräften ermöglicht, ihren Angriffskrieg gegen die Ukraine fortzuführen.

    Über 80 Länder schicken Delegationen auf Bürgenstock

    China hatte Ende vergangener Woche erklärt, nicht an der von der Schweiz organisierten Ukraine-Friedenskonferenz teilzunehmen. Es bestehe eine deutliche Lücke zwischen der Gestaltung der Konferenz und den Anforderungen Chinas sowie den allgemeinen Erwartungen der internationalen Gemeinschaft, was es der Volksrepublik erschwere, daran teilzunehmen, sagte Aussenamtssprecherin Mao Ning in Peking.

    Nach Angaben der Schweiz haben mehr als 80 andere Länder ihre Teilnahme zugesagt, darunter Deutschland mit Bundeskanzler Olaf Scholz. Russland selbst ist zu der Konferenz am 15./16. Juni nicht eingeladen, allerdings hatte die Regierung in Moskau auch zu verstehen gegeben, dass sie selbst bei einer Einladung keine Vertreter geschickt hätte.

    Kommentare

    User #5326 (nicht angemeldet)

    Jetzt konsequenterweise die Konferenz absagen das Russland nicht vertreten ist!

    Ale-1

    Reine Zeit und Geld Verschwendung

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