Nach Staudamm-Zerstörung ist Wasserstand bei Cherson wieder normal

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    Nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms in der Südukraine ist der Wasserstand im Gebiet Cherson teils wieder normal.

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    Der Kachowka-Staudamm in der Ukraine wurde gesprengt. - Screenshot Twitter/@Osinttechnical

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Wasserstand im ukrainischen Gebiet Cherson ist teils wieder normal.
    • Dies, nachdem der Kachowka-Staudamm vor drei Wochen zerstört wurde.
    • Der Stand der Dnipro entspricht den Messwerten vor der Damm-Zerstörung.

    Drei Wochen nach der Zerstörung des südukrainischen Kachowka-Staudamms ist der Wasserstand im umkämpften Gebiet Cherson teils wieder normal.

    Nahe der gleichnamigen Regionshauptstadt Cherson betrug der Stand des Dnipro am Montagvormittag 33 Zentimeter. Das teilte der ukrainische Krisenstab auf Telegram mit. Dies entspräche den dortigen Messwerten vor der Damm-Zerstörung.

    Zugleich ist der Kachowka-Stausee nach Angaben der ukrainischen Rettungskräfte ausgetrocknet. Der Dnipro ist demnach an manchen Stellen flussabwärts vom zerstörten Damm nur noch ein Bach. Die ukrainische Wasserbehörde Ukrhydroenerho kündigte an, nach der kompletten Befreiung der Region dort schnell temporäre Damm-Konstrukte zu bauen. Mehrere Regionen des Landes sollen dadurch mit Wasser versorgt werden.

    Viele Orte überschwemmt

    Der Damm in der von russischen Truppen besetzten und unmittelbar an der Front gelegenen Stadt Nowa Kachowka war am 6. Juni zerstört worden. Daraufhin strömten riesige Wassermassen aus dem angrenzenden Stausee aus.

    Viele Orte wurden überschwemmt. Die Ukraine, die sich seit 16 Monaten gegen einen russischen Angriffskrieg verteidigt, wirft Russland vor, das Bauwerk gesprengt zu haben. Moskau dementiert das.

    Ausnahmezustand Ukraine-Krieg
    Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist durch die Sprengung des Kachowka-Staudamms eskaliert. Die Bevölkerung in der Stadt Nowa Kachowka bekommt die Auswirkungen direkt zu spüren: - dpa

    Auf der ukrainisch kontrollierten Nordseite des Dnipro gingen derweil die Aufräumarbeiten weiter: Sprengstoffexperten entminten dort bislang eine Fläche von insgesamt mehr als sechs Quadratkilometern, wie die Militärverwaltung von Cherson am Sonntag mitteilte. Nach Behördenangaben werden in den betroffenen Gebieten ausserdem Gasleitungen überprüft, Wasserleitungen desinfiziert und Wasser aus Gebäuden gepumpt.

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