Motiv für Amoklauf von Heidelberg bleibt unklar

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    An der Universität Heidelberg kam es vor einigen Tagen zu einem Amoklauf, bei dem drei Personen verletzt und eine getötet wurden. Das Motiv ist jedoch unklar.

    Blumen und Kerzen für die Opfer nach dem Amoklauf in Heidelberg. Foto: Uwe Anspach/dpa
    Blumen und Kerzen für die Opfer nach dem Amoklauf in Heidelberg. Foto: Uwe Anspach/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Student tötete an der Universität Heidelberg eine Person und verletzte drei weitere.
    • Wieso der 18-Jährige die Tat begangen hat, ist jedoch nicht bekannt.
    • Die Ermittler prüfen nun verschiedene Angaben zum Täter.

    Nach dem Amoklauf an der Universität Heidelberg liegt das Motiv für die Bluttat weiter im Dunklen. Eine 23-jährige Studentin war getötet und drei weitere junge Menschen waren verletzt worden. Nach der Tat brachte sich der 18-jährige Schütze um.

    Die deutsche Polizei deutete aber an, dass eine «im Raum stehende» psychische Erkrankung des jungen Mannes Ursache für die Tat gewesen sein könnte.

    Insgesamt drei Waffen sichergestellt

    Unterdessen ermitteln die österreichischen Behörden zu Details des Waffenkaufs des Studenten bei einem Waffenhändler und einer Privatperson. Der junge Mann, der wie das Todesopfer im ersten Semester Biologie studierte, hatte laut Polizei etwa eine Woche vor der Tat in Österreich drei Gewehre erworben.

    Beamte stellten am Tatort zwei der Waffen und rund 150 Schuss Munition sicher – zunächst war deren Zahl auf 100 Schuss geschätzt worden. Die dritte Waffe habe die österreichische Polizei in einem Zimmer gefunden, das der junge Mann bei einem Aufenthalt angemietet habe.

    Heidelberg
    Der Tatort des Amoklaufs: Polizei am Eingang zum Gebäude auf dem Gelände der Heidelberger Universität. Foto: R.Priebe/Pr-Video/dpa - dpa-infocom GmbH

    Die Ermittler prüfen den Angaben zufolge ausserdem Hinweise zu Verbindungen des Mannes zur rechtsextremen Partei Der Dritte Weg. Die Darstellung, er sei 2019 ausgetreten, dementierte die Organisation auf ihrer Website.

    Fake News zu Täter kursieren auf Twitter

    Er habe im September 2019 einen nicht unterschriebenen Fördermitgliedsantrag an das Postfach der Partei geschickt. Da sich der Antragssteller jedoch unter den angegebenen Kontaktdaten nicht gemeldet habe, sei sein Fall einen Monat später zu den Akten gelegt worden. Die Ermittlungsgruppe «Botanik» hat nach eigenen Angaben keine Anzeichen auf Kontakte des Schützen ins rechte Spektrum.

    In den sozialen Medien kursieren viele falsche Behauptungen um den Täter. «Wir haben uns in sieben Fällen wegen Fake News um den Täter an Twitter gewandt, um die Löschung von Meldungen zu veranlassen», sagte Polizeisprecher Patrick Knapp. Gründe waren nicht belegte Aussagen zu Identität, Herkunft, politischer Orientierung oder Impfstatus des Attentäters.

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